Aus der 100-jährigen Geschichte des Blasewitzer Gymnasiums

Die „Manos“ nimmt festlich Abschied: Jubiläum vor dem Auszug

Bevor das ehrwürdige Gymnasium Blasewitz, das heutige Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, zum Schuljahrsende von der Kretsch­merstraße in das größere generalsanierte Schulhaus Haydn­straße umzieht, feiert es am 28., 29. und 30. April noch in Blasewitz seinen 100. Geburtstag. Eine Ära geht zu Ende. Aus diesem Anlass übermittelte uns Herr Wolfgang Steglich eine „Liebeserklärung an eine Hundertjährige“, der er mehr als 30 Jahre als Kunsterzieher verbunden war. Da „Liebesbriefe“ gelegentlich Passagen enthalten, die nur bedingt für die Öffentlichkeit gedacht sind, hat sich die Redaktion (lediglich aus Platzgründen) erlaubt, einige geringfügige Kürzungen (…) vorzunehmen.

Gymnasium Blasewitz im Jahr seiner Fertigstellung, 1908. Foto: Sammlung Wolfgang Steglich

Gymnasium Blasewitz im Jahr seiner Fertigstellung, 1908.
Foto: Sammlung Wolfgang Steglich

Die Schulgründung

Zur Weihe des Hauses stifteten 1908 die Eltern des entstehenden Realgymnasiums eine Schulfahne. die der Leiter des Realgymnasiums, Prof. Dr. Boerner, so beschrieb: „Die Fahne zeigt auf weißseidenem Grunde das Siegelbild der Gemeinde Blasewitz – ein Schiff mit vollem Segel – mit dem Wahlspruch der Schule als Umschrift: >VIRTUTI, LITTERIS, PATRIAE<; stilisierte Blattranken und ringsumlaufende Goldfransen schmücken die beiden Seiten; das in Silber angebrachte Wappenschiff in der goldenen Spitze der Fahnenstange krönt dieses (…) Meisterstück.“

„Virtuti, Litteris, Patriae“ – die Pflege der Tugend, der Geistesschulung, der Vaterlandsliebe, das war in den vergangenen 100 Jahren, der jeweiligen Zeit geschuldet, stets gegenwärtig. Der Weg zur höheren Lehranstalt war nicht einfach. Blasewitz war nach 1900 noch eine selbständige Gemeinde. Von 200 Einwohnern, (1855) stieg die Zahl um 1900 auf 7344. (…) Die neue Zusammensetzung der Einwohnerschaft, vor allem des Bildungsbürgertums, stellte höhere Ansprüche an das örtliche Schulwesen. (…) Dem Drang nach mehr Bildung zu genügen, erweiterten die Blasewitzer schrittweise ihre Bildungsangebote. Wer aber, dem bürgerlichen Ideal entsprechend, das Abitur ablegen wollte (oder musste), besuchte ein Gymnasium in der Residenzstadt Dresden.

Das Jahr 1901 brachte wichtige Entscheidungen. Am 1. April richtete der Rat der Stadt Dresden an den Gemeinderat von Blasewitz die Anfrage, ob dieser zu Verhandlungen über die Eingemeindung bereit sei. Dresden wollte nach vorangegangenen zahlreichen anderen Einverleibungen auch den steuerkräftigen, idyllischen Villenvorort Blasewitz. Der Gemeinderat lehnte ab. Das sah die Stadt als schroffe Zurückweisung. Im gleichen Jahr reichten der Grundbesitzerverein zu Blasewitz und der Gemeinderat ein Bittgesuch um die Errichtung eines staatlichen Gymnasiums in Blasewitz an das Königliche Minis­terium für Kultus ein. Es erfolgte eine Ablehnung. (…)

Im Februar 1903 wandte sich der Gemeinderat erneut an das Königliche Ministerium mit der Bitte um Errichtung einer höheren Lehranstalt. Der Rat der Stadt nahm davon Kenntnis und beschloss: „… von Ostern 1904 ab Kinder Blasewitzer Einwohner nicht mehr in städtische höhere Unterrichtsanstalten und Volksschulen aufzunehmen.“ (…)

Eine derartige heftige Reaktion mit Maßregelung und massivem Druck rief in Blasewitz Unruhe hervor.  Mit Selbstbewusstsein, Gemeindepatriotismus und mit der Gewiss­heit, steuerkräftige Einwohner hinter sich zu haben, beschlossen der Schulvorstand und der Gemeinderat am 26. März 1903 einstimmig, eine höhere Schule zu gründen. (…)

Am 20. April 1903 wurde die erste Gymnasialklasse in der Bürgerschule eröffnet. Die Sexta, die unterste Klasse des Gymnasiums, begann mit fünf Schülern. Für Ostern 1904 lagen 23 Anmeldungen vor, und schon 1905 war man gezwungen, das „Thürmersche Schulgebäude“ anzumieten. Vom Ministerium für Kultus wurde diese Einrichtung als Realprogymna­sium anerkannt. Blasewitz entschied sich von Anfang für ein fortschrittliches Realgymnasium, weil die Realien, d. h. die mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächer mehr betont wurden. Latein galt dennoch als erste Fremdsprache. Die günstige Entwicklung der bestehenden Gym­nasialklassen und die mangelnden Raumverhältnisse machten den Bau eines eigenen, größeren und den Erfordernissen entsprechenden Gebäudes dringend notwendig. Der Gemeinderat entschied sich für das an der Prohliser Straße 15/17 (ab 1926 Kretschmerstraße) gelegene Gru­nd­­stück. Für die Projektierung des Gebäudes wurde ein Wettbewerb unter den ortsansässigen Architekten und Baumeistern ausgeschrieben. (…).

Die beiden preisgekrönten Architekten Pietzsch und Scherz wurden gebeten, ihre Entwürfe umzuarbeiten. Wegen der vorteilhaften Grundriss­lösung bekam Emil Scherz im Januar 1907 die Bauleitung, um seinen Entwurf zu realisieren. Die Baumeister Emil Wägner und Sohn wurden mit der Bauausführung beauftragt. (…)

Diese historische Schulfahne aus dem Jahre 1908 (nach einem Entwurf des Kunstmalers Felix Elßner, von „Fräulein Jenny Barth in Loschwitz in kunstvoller Stickerei ausgeführt“) hat die Zeitläufte nahezu unbeschadet überstanden. Wo wird sie ihren zukünftigen Aufbewahrungsort finden? Foto: Jürgen Frohse

Diese historische Schulfahne aus dem Jahre 1908 (nach einem Entwurf des Kunstmalers Felix Elßner, von „Fräulein Jenny Barth in Loschwitz in kunstvoller Stickerei ausgeführt“) hat die Zeitläufte nahezu unbeschadet überstanden. Wo wird sie ihren zukünftigen Aufbewahrungsort finden?
Foto: Jürgen Frohse

Die Weihe des Hauses

Am 30. April 1908, nach kaum einem Jahr Bauzeit, konnte das Realgymnasium eingeweiht werden. (…) Den damaligen Zeitungen ist zu entnehmen, dass die Einweihung der höheren Lehranstalt ein großes Fest war (siehe auch EHK-Internetseite). Im Jahresbericht über das Schuljahr 1908/09 lesen wir darüber: „Von Bad Elster zurückgekehrt, stattete Se. Majestät der König der Gemeinde Blasewitz einen Besuch ab, um deren Huldigung entgegenzunehmen. Den äußeren Anlass hierzu bot die Einweihung des neuerbauten Realgymnasiums der Gemeinde.“ (…)

Blasewitz hatte ein vielfältiges gesellschaftliches Leben, und alle hatten direkten Anteil an dem repräsentativen neuen Schulgebäu­de. Emil Scherz und die Baufirmen bewiesen an dieser Schule besonders ihr herausragendes Kön­nen von Gesamtbau und Detail. (…)

Der Gemeindevorstand Fischer übergab zur Weihe in der damals sehr geschmackvoll ausgestatteten Aula das Gebäude mit folgenden Worten an die Schulgemeinde: „Hochverehrter Herr Rektor! Namens der Gemeinde Blasewitz ü­b­ergebe ich ihnen das mit allen hygienischen und der Neuzeit entsprechenden schultechnischen Ein­­­richtungen versehene Schulhaus zur bestimmungsgemäßen Benutzung“ (…)

Als Ausdruck der Zukunftsvorsorge, des Erhalts der Selbständigkeit und auch aus „Trotz“ gegen eine Eingemeindung war eine höhere Bildungsstätte entstanden. In den folgenden Jahren entwickelte sich in kurzer Zeit das neue Realgymnasium zu einer modernen, fortschrittlichen, anspruchsvollen und begehrten Schule. (…)

„Huldigung der Gemeinde Blasewitz vor Sr. Majestät König Friedrich August am 30. April 1908“, der den Einweihungsfeierlichkeiten beiwohnte und auf dem Vorplatz von „Herrn Geh. Regierungsrat Koenigsheim in seiner Eigenschaft als erster Gemeindeältester von Blasewitz … mit einem dreifachen Hoch“ begrüßt wurde. Auch die damals bereits bestehende „Bürgerschule und mittlere Volksschule“ gegenüber war festlich geschmückt und bildete Spalier (siehe auch Beitragsfolge Seite 14). Foto: Sammlung Wolfgang Steglich

„Huldigung der Gemeinde Blasewitz vor Sr. Majestät König Friedrich August am 30. April 1908“, der den Einweihungsfeierlichkeiten beiwohnte und auf dem Vorplatz von „Herrn Geh. Regierungsrat Koenigsheim in seiner Eigenschaft als erster Gemeindeältester von Blasewitz … mit einem dreifachen Hoch“ begrüßt wurde. Auch die damals bereits bestehende „Bürgerschule und mittlere Volksschule“ gegenüber war festlich geschmückt und bildete Spalier (siehe auch Beitragsfolge Seite 14).
Foto: Sammlung Wolfgang Steglich

Zwischen den Kriegen

Der Erste Weltkrieg brachte auch für die Schule einschneidende Veränderungen. Nach anfänglicher Kriegsbegeisterung und glühender Vaterlandsliebe zogen nach militärischen Niederlagen, Opfern und Einschränkungen in der gesamten Lebenshaltung zunehmend Bedenken und Ernüchterung ein. 58 Schüler sind dem Krieg zum Opfer gefallen.

Mit Beginn der Weimarer Republik und der wirtschaftlichen Not hatte das Gymnasium eine schwierige Zeit zu überstehen. Der Einführung demokratischer Prinzipien standen konservativ geprägte Lehrer und Schüler gegenüber. Der wirtschaftliche Aufschwung ab 1924 ermöglichte wieder eine inhaltliche Ausgestaltung. Die Betonung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kenntnisse bei gleichzeitiger Aneignung des humanistischen Bildungsgutes standen im Mittelpunkt.

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten führte zu Umbrüchen hinsichtlich der Verbreitung faschistischen Gedankengu­tes. Das betraf besonders die Fächer Biologie und Geschichte im völkisch-nationalsozialistischen Sinne. Wehrsport und Wehrerziehung führten zu wachsender Militarisierung. Der „Hitlerjugend“ wurden vor allem Erziehungsfunktionen aufgetragen. Im Zuge der Gleichschaltung verfügte die faschistische Schulbehörde 1938 die Umbenennung in „Schillerschule Blasewitz“. Dagegen gab es verhaltene Proteste. (…)

Die Schule war auch in dieser Zeit keine Insel, kein Refugium, erhielt sich aber etwas vom humanistischen Elitebewusstsein. Am 13./14. Februar 1945 nahm das Schulgebäude an Fenstern, Türen und Dach Schaden.
Das Ende des Krieges war auch für den Lehrbetrieb ein sehr bedeutender Einschnitt.

Am 1. Oktober 1945 konnte der Unterricht in den als Oberschule bezeichneten  Bildungseinrichtungen in der Sowjetischen Besatzungszone fortgesetzt werden. (…) Mit nationalsozialistischer Ideologie befangene Lehrer wurden entlassen und politisch unbelastete Pädagogen sowie junge Neulehrer eingestellt. Die Nachkriegsjahre bedeuteten für Schüler und Lehrer enorme Belastungen. Mangel an Nahrung, Kleidung und Heizmaterial, Schulbüchern, Heften und häufige Stromsperren erschwerten das Lernen. Gerade das führte zu einem Zusammenhalt unter den Schülern und der Schulgemeinschaft.

Das nicht mehr vorhandene Aula-Wandbild „GYMNASION” des Realgymnasiums Blasewitz Foto: Sammlung Wolfgang Steglich

Das nicht mehr vorhandene Aula-Wandbild „GYMNASION” des Realgymnasiums Blasewitz
Foto: Sammlung Wolfgang Steglich

Zum Wandgemälde  von 1913 im Festsaal des Blasewitzer Realgymnasiums  (unser Titelbild)

Aufgezeichnet von Christine Scherz/1903 – 1989:

(„GYMNASION – Bilder aus dem Leben der griechischen Jünglinge“ von Kunstmaler Oswald Galle, 1868 – 1935) Im Hintergrund, an mächtige Felsenrücken angelehnt, ein griechischer Tempel, im sonnigen Mittelgrund disputierende Gruppen und sich tummelnde Reiter, über den oberen Türlinien auf Felsblöcken die Figuren des „Wagemutes“ (Bogenschützen) und der „Poesie“ (sinnender Jüngling), … zwischen den Türen folgende Gruppen: ein die Wissenschaft darstellender würdiger Greis, darüber dem schattigen Platz zuschreitend das Haupt der Lehrerschaft, von aufhorchenden Schülern begleitet; ein das still reifende Talent, das unbewusste Werden verkörpernder Knabe, der die Erneuerung des Keimens in sich trägt, daneben ein spielender Knabe, darüber ein junger Lehrer mit aufgerolltem Pergament. Das Bild, das zu den Hauptwerken des Hermann-Prell-Schülers Oswald Galle zählte, wurde 1952/53 „abgebrannt“; Zeitpunkt und Hergang des unglaublichen Zerstörungsaktes ließen sich leider nicht ermitteln.

Der Festakt des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums ist Geschichte. Eigentlich hätte es eines Riesensaales bedurft, um alle Interessenten an diesem Ereignis teilhaben zu lassen. Aber so konnte es nur ein „auserlesener Kreis“ sein, der sich die Gruß­worte, die Festrede und die musikalische Begleitung an­hören durfte. Über allem stand das von Martin Andersen-Nexö ge­schrie­be­ne Festmotto „Der Mensch braucht etwas, was zwischen körperlicher und geistiger Arbeit liegt, einen Tummelplatz für Seele und Gemüt.“

Dietrich Buschbeck

Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg …

Ab 1949 wurde die Blasewitzer Jungen- und Mädchenschule zur Oberschule Dresden-Ost verbunden. In dieser Zeit entwickelt sich trotz Entbehrungen, oder gerade deswegen, ein spürbares Bedürfnis nach Kultur. In der Aula inszenierten Schüler und Lehrer Theaterstücke, Rezitationen und Konzerte. Hervorragende Künstler des Dresdner Musik- und Theaterlebens traten im Schulsaal auf.

Mit der Gründung der DDR begann der Aufbau eines „einheitlichen sozialistischen Bildungssystems“. In allen Bereichen wurde vordergründig der politische Einfluss auch durch die FDJ spürbar. Der dänische Dichter Martin Andersen-Nexö, der 1951 nach Radebeul übersiedelte und ein Jahr später auf den Weißen Hirsch zog, starb am 1. Juni 1954. Kulturminis­ter Johannes R. Becher schlug vor, zu Ehren Nexös eine Straße oder eine Schule zu benennen. Die Oberschule Ost  bekundete ihr Interesse. In einer Feierstunde erhielt die Schule den Namen „Martin-Andersen-Nexö“. In die Schülersprache geht sie als MANOS ein. Der Name und auch seine Wiederverleihung im Juni 2001 stießen auf Bedenken, Kritik und Anfeindung. Die Polemik kam meist von Leuten, die Nexös Werke wohl kaum gelesen hatten und sein Leben nicht kannten. Nexö stellte sich die Frage: „Wie werde ich Mensch?“ Das war ihm von höherer Bedeutung, als ein großer Dichter zu werden. Schüler und Lehrer nahmen 1954 und 2001 den Namen an, nicht nur, weil Nexö Ehrenbürger Dresdens ist und für den Nobelpreis nominiert wurde, sondern weil seine bes­ten Werke von klassischer Qualität sind und er gesellschaftliche Visionen und Ideale hatte.

Ein weiterer qualitativer Schritt der Entwicklung der MANOS war die Umgestaltung in eine „Spezialschule für elektronische Industrie“ ab 1963. Gleichzeitig sollten an der Spezialschule, ab 1986 „Spezialschule mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Richtung“, besonders begabte Schüler gefördert und für ein Studium vorbereitet werden. Trotz des speziellen Lehrstoffes in Mathematik und Naturwissenschaften, oder gerade deshalb, legte die Schule großen Wert auf Allgemeinbildung und den Umgang mit Kunst und Kultur. So konnte ein hohes Niveau gehalten werden, das sich auch bei nationalen und internationalen Vergleichen mit Spitzenplätzen zeigte. In den achtziger Jahren breiteten sich innerhalb des „Schulkollek­tivs“ dogmatische Auffassungen auf ideologischem Gebiet in Bezug auf Studienwünsche und „Bereitschaft zur militärischen Verteidigung der DDR“ aus.

… und nach 1989

Die politischen Veränderungen 1989/90 brachten auch an der Blasewitzer Schule Einschnitte. Vieles wurde in Frage gestellt, vieles verurteilt und in den geisteswissenschaftlichen Fächern entstand ein Vakuum. Es war eine Zeit des Neuanfangs. Die erweiterten Oberschulen und auch die Spezialschule MANOS wurden abgeschafft. Dafür gab es ab 1992/93 in Dresden 22 Gymnasien. Die ehemalige 94. POS, dann 12. Gymnasium Blasewitz (eigentlich Seidnitzer Territorium), wurde mit der MANOS fusioniert, das Gebäude auf der Kretschmerstraße zur „Außenstelle“. Das Zusammenwachsen beider Teile des Gymnasiums Blasewitz dauerte Jahre. Der sogenannte §4 der Sächsischen Schulordnung ermöglichte Schulen mit vertieftem Profil. Dafür kämpften einige Lehrer der ehemaligen MANOS. Nur so konnte die Spezialausbildung im gewissen Sinne fortgeführt werden. Lehrer und Eltern gründeten 1993 die „Fördergemeinschaft des Gymnasiums Blasewitz“. In den 90er Jahren konnte die langjährige Zusammenarbeit mit der TU Dresden fortgesetzt und 1998 in einem Vertrag  fixiert werden. Dabei geht es konkret um Schnupperpraktiken (7./8. Klasse), Betriebspraktiken (9. Klasse) und wissenschaftliche Projektarbeiten der 11. und 12. Klasse.  Weitere Kooperationspartner sind  das Forschungszentrum Rossendorf-Dresden, das Fraunhofer-, das Max-Planck- und das Leibnitz-Institut.

Ein Höhepunkt im Leben der neuen Schule war die Feier zum 90-jährigen Jubiläum des Schulgebäudes 1998. Im gleichen Jahr wurde standesgemäß „die alte Penne“ wieder das Stammhaus. Die 100-jährige Geschichte einer höheren Bildungsanstalt ist nicht schnell geschrieben, gleich gar nicht in wenigen Sätzen. Die Schule war Ausdruck des Selbstbewusstseins der Blasewitzer. Die beiden Traditionen, die Betonung der „Realien“, die ma­thematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung, in der auch alle anderen Fächer Beachtung fanden, und die humanistische Erziehung sind weiterhin verpflichtend.
Martin Andersen Nexö schrieb: „Was in der Vergangenheit liegt, interessiert mich hauptsächlich in soweit, als es Licht auf die Zukunft zu werfen vermag.“

Wolfgang Steglich

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