„Platzgeflüster“ – ein raumgreifendes Kunstprojekt multimedialer Art

Plätze sind Brennpunkte des öffentlichen Raums in der Stadt. Sie sind die „gute Stube“ der Stadt und repräsentieren die Stadtherren oder die Bürgerschaft.

So lange es Städte gibt, gibt es auch zentrale Orte, an denen man sich versammelte und handelte. Schon in der griechischen Antike war die Agora ein von Architektur umstandener Versammlungsplatz für die Bürger, bei den Römern war es das Forum… (aus der Wikipedia)

Der Körnerplatz als Geschäfts- und Verkehrsmittelpunkt mit großer historischer Tradition unmittelbar am Brückenkopf des „Blaues Wunders“ feiert seine Sanierung. Grund genug, mit einer den Platz umfassenden Kunstaktion die einmalige städtebauliche Situation sowie die kulturelle Bedeutung eines derartigen kleinen Zentrums künstlerisch in den Focus der Öffentlichkeit zu setzen.

Der Platz wurde nach Christian und Theodor Körner benannt. Christian Gottfried Körner, Jurist und Schriftsteller, sah sich der Kunst verpflichtet und sammelte um sich einen Kreis von bedeutenden Künstlern seiner Zeit. Sein Salon war das geistige Zentrum von Dresden, wenn auch etwas isoliert. Hier verkehrten unter anderen Schiller, Mozart, Naumann, Graff, Herder, um nur einige zu nennen…

Nun soll auf überhöhte Art an die Tradition des Salons angeknüpft werden, und der gesamte Körnerplatz über ein Wochenende in einen künstlerischen Salon verwandelt sein. Man denke sich ein Dach, die Geschäfte ringsherum sind die Ausstellungsnischen, der Platz selbst lädt ein mit zeitgenössischen Aktionen und Performances.

Das Gespinst aus Ton und Bild werden Sarah Leimcke, Anne Hundeshagen, Claudia Reh, Jan Heinke und Matthias Jackisch gestalten.

Der Abend setzt sich zusammen aus den Performances von Homo insulitis auf dem Platz und an den Balkonen (Leimcke/Hundeshagen), lichtgezeichneten Geschichten von Claudia Reh, Stahlklängen von Jan Heinke und Steingeblasenem von Matthias Jackisch. Ein mobiles Kino zelebriert zusätzlich sequenzartig Abgründiges der Aktionisten, die Installation ‚Puzzle'(C.Reh) belegt die Platzebene.

In diesem feinen Gespinst aus Ton und Bild ist der „Salonbesucher“ angehalten, sich an der künstlerischen „Festtafel“ direkt auf dem Körnerplatz zu stärken, zu verweilen und zu kommunizieren, entsprechend dem klassischen Salongedanken. Feuertonnen auf den Gehwegen wärmen sowohl Zuschauer als auch Akteure, wandelnde Lichter kreisen zu ebener Erde wie auch auf Balkonen und an Fenstern, Videoinstallationen auf Gaze bauen neue temporäre Lichträume…

Veranstaltungen zum Abschluss des Sanierungsstatus für Loschwitz am 4. Dezember 2009

  • Ortsamtsgebäude Loschwitz, 17 Uhr
    Loschwitz im Aufbruch – Sanierung des Stadtteilzentrums 1992 bis 2009
    Ausstellung des Stadtplanungsamtes
    Zur Ausstellung erscheint eine Broschüre, die, z. B. im Ortsamt, kostenlos erhältlich sein wird.
  • Viertelkörner Loschwitzer Details und Porträts
    Fotografien von Jürgen Frohse

Beide Ausstellungen sind bis 24. Januar 2010 zu den Öffnungszeiten des Ortsamtes zu sehen.

  •  ab 18.30, Platzgeflüster
    Performance und Banquette auf dem Körnerplatz
    Das Gespinst aus Ton und Bild gestalten Sarah Leimcke, Anne Hundeshagen, Claudia Reh, Jan Heinke und Matthias Jackisch. Der Abend setzt sich zusammen aus den Performances von Homo insulitis auf dem Platz und an den Balkonen (Leimcke/Hundeshagen), lichtgezeichneten Geschichten von Claudia Reh, Stahlklängen von Jan Heinke und Steingeblasenem von Matthias Jackisch.
  • Galerie am Damm, ab 18.30 Uhr, Kunst/Künstler/Körnerplatz
    Künstler vom Elbhang mit Bezug zum Körnerplatz (Andrea Türke, Volker Lenkeit, Holger John, Ulla Anderson u. a.)
  • Begegnungen mit Künstlern und Kunst
    Künstler präsentieren ihre Arbeiten in Cafés und Geschäften am Körnerplatz: u. a. ARABUSTA: Friederike Domsch, Fotografie; TITANBLAU: Körnerplatzspuren
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