Buch Dresden 1951 – 2006

Freie Fahrt für den „Zug der Träume“

Bericht vom Stand der Vorbereitungen für den Festumzug

So leicht und vielversprechend das knapp gefasste Motto des Festumzuges anmutet, so anspruchsvoll ist es in der Konzeption und vor allem in der Umsetzung.

Die Leiterin der Bühnen- und Kostümwerkstatt der Jugend&KunstSchule Dresden, Sonja Eck, bei der Arbeit an dem aufwendig gebauten „Traumschiff“. Das massive Holzgestell des Riesenseegels wird, wenn es fertig ist, ganz leicht erscheinen und im hoffentlich strahlenden Sonnenschein leuchten und glitzern. Der Kammerchor und das Tanzensemble der JKS werden dem Traumschiff eine „Seele“ geben. Foto: J&KS

Die Leiterin der Bühnen- und Kostümwerkstatt der Jugend&KunstSchule Dresden, Sonja Eck, bei der Arbeit an dem aufwendig gebauten „Traumschiff“. Das massive Holzgestell des Riesenseegels wird, wenn es fertig ist, ganz leicht erscheinen und im hoffentlich strahlenden Sonnenschein leuchten und glitzern. Der Kammerchor und das Tanzensemble der JKS werden dem Traumschiff eine „Seele“ geben.
Foto: J&KS

Zumeist haben die Festthemen der vergangenen Jahre ein historisches, regionales oder ein eindeutiges und bodenständiges Thema vorgegeben. Da gab es August den Starken und sein Gefolge, den Handwerker mit Amboss und Hammer, die Wäscherinnen usw.
Nach dem das Thema „Freiheit…“ des vergangenen Jahres in fantasievolle und konkrete Bilder gefasst wurde, steht die „Umzugsrunde“, ein kleines Grüppchen von Enthusiasten, mit dem Motto des 20. Festumzuges erneut vor der Aufgabe, ein abstraktes und ideelles Thema umzusetzen.

Mond und Sonne, die beiden Mottofiguren des 20. Elbhangfestes, gezeichnet von Holger Friebel, werden von Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden, vom ersten Studienjahr für Theaterplastik in  plastische Skulpturen verwandelt. Zunächst in Hartschaumstoff geschnitzt und auf ein Positiv kaschiert, entstehen  tragbare (aber nicht sehr leichte) Skulpturen. Die beiden Gewänder, die die Figuren komplettieren, werden ebenfalls der Vorlage getreu und aufwendig gefertigt (von Talenten der „Umzugsrunde“). Ron Hothus und Juliane Hörenz haben ihr gestalterisches Talent für den Mond unter Beweis gestellt, Ralf Aßmann und Elisabeth Trobisch taten gleiches für die Sonne. Prof. Eißner, der Chef der „Theaterplastiker“ der HfBK, ist zufrieden und meinte, dass Aufgaben dieser Art den Stundenten eine gute Möglichkeit geben, ihr gestalterisches und handwerkliches Potential unter Beweis zu stellen. Es ist ihnen eine besondere Freude, dies einem öffentlichen Publikum zu zeigen. Ralf Aßmann und Elisabeth Trobisch werden die Figuren im Festumzug selbst präsentieren.  Wir hoffen, das Wetter wird ihnen und uns gnädig sein. Foto: J & KS

Mond und Sonne, die beiden Mottofiguren des 20. Elbhangfestes, gezeichnet von Holger Friebel, werden von Studenten der Hochschule für Bildende Künste Dresden, vom ersten Studienjahr für Theaterplastik in plastische Skulpturen verwandelt. Zunächst in Hartschaumstoff geschnitzt und auf ein Positiv kaschiert, entstehen tragbare (aber nicht sehr leichte) Skulpturen. Die beiden Gewänder, die die Figuren komplettieren, werden ebenfalls der Vorlage getreu und aufwendig gefertigt (von Talenten der „Umzugsrunde“). Ron Hothus und Juliane Hörenz haben ihr gestalterisches Talent für den Mond unter Beweis gestellt, Ralf Aßmann und Elisabeth Trobisch taten gleiches für die Sonne. Prof. Eißner, der Chef der „Theaterplastiker“ der HfBK, ist zufrieden und meinte, dass Aufgaben dieser Art den Stundenten eine gute Möglichkeit geben, ihr gestalterisches und handwerkliches Potential unter Beweis zu stellen. Es ist ihnen eine besondere Freude, dies einem öffentlichen Publikum zu zeigen. Ralf Aßmann und Elisabeth Trobisch werden die Figuren im Festumzug selbst präsentieren.
Wir hoffen, das Wetter wird ihnen und uns gnädig sein.
Foto: J & KS

Wie beginnen? … Wir sind ihnen gefolgt und haben uns auf sie eingelassen – den inneren Bildern und Assoziationen, die jeder von uns in sich trägt. Eine Flut von Ideen, Vorstellbares und Fühlbares galt es zunächst mit Worten und in Szenen zu beschreiben. Heraus gekommen ist eine Konzeption, in der es im wesentlichen um drei Varianten von Wagen- und Bildgestaltungen geht:

  • Das sehr aufwändig und eigens nach Entwurf angefertigte Fantasie-Figurenbild, was eine symbolische Umsetzung des Mottos darstellt z. B. Sonne und Mond, oder das Riesenauge, welches mittels einer beweglichen Pupille und schließbarer Augendeckel von Akteuren der Mimenbühne wirkungsvoll in Szene gesetzt wird.
  • Das Bild, welches, mit verschiedensten Utensilien und Kulissen phantasievoll arrangiert, eine kleine Traumgeschichte erzählt. Hier seien das Traumschiff der Jugend- und Kunstschule oder das eher einen verschlissenen Traum beschreibende Bild vom Förderverein Schloss Übigau für Kunst und Kultur e.V. mit dem Titel: „Vom Lustschloss zum Luftschloss“ genannt.
  • Bilder, die durch die Teilnahme seiner Akteure und ihrer Spiel- und Musizierfreude (Kinder der 88., 61. Grundschule, Verein Barock in Dresden e.V., der Musikverein 71 e.V. und viele andere) in Szene gesetzt werden.

Eine große Besonderheit im diesjährigen Festumzug, gerechtfertigt durch das „offene“ Thema (der Traum von fernen Ländern), ist die Teilnahme eines echten brasilianischen Karneval-Umzuges. Erstmals wird er zum Elbhangfest eigens auf die Beine gestellt. Ein extra dafür gegründeter Verein namens „Escola de Samba Leoes de Dresden“ wird etwa 40 Teilnehmer mit traditionellen farbenprächtige Kostümen und mit einer Choreographie ausstatten, die die Geschichte Dresdens mit ihren ganz eigenen Mitteln tänzerisch umsetzen wird.

Inspiriert vom Kinderbuch „Der kleinen Hävelmann“ freut sich Vater Tietke mit seinen beiden Kindern, Rosina und Robinson, mittels historischem Kinderwagen die Reise durch das offene Fenster mit wehenden Gardinen, in ein Land der Elbhangfest-Tagträume anzutreten. Foto: J & KS

Inspiriert vom Kinderbuch „Der kleinen Hävelmann“ freut sich Vater Tietke mit seinen beiden Kindern, Rosina und Robinson, mittels historischem Kinderwagen die Reise durch das offene Fenster mit wehenden Gardinen, in ein Land der Elbhangfest-Tagträume anzutreten.
Foto: J & KS

Um alle Initiativen und Mitwirkenden des fassettenreichen Festumzuges vorzustellen und die Bilder genauer zu benennen wird ein ausführlicher Flyer gedruckt und zu Beginn des Umzuges an die
Gäste verteilt.

Neben den ehrenamtlichen Mitstreitern, die seit Jahren ein Bild in Eigenregie gestalterisch umsetzen und damit ein wichtiger Teil des Gemeinschaftswerkes sind, haben die eigentlichen Organisatoren des Festumzuges innerhalb des Elbhangfest-Vereins zunehmend Pinsel und Schere, Zeichenstift und Säge in die Hand genommen, um eben auch Kosten zu sparen. Handwerkliche Arbeiten, die bisher in Auftrag gegeben wurden, werden neben den wöchentlichen organisatorischen Sitzungen zum Teil selbst gefertigt. Was dabei nicht zu kurz kommt, sind der kollektive Spaß an der Sache und eine für künftige Festumzüge praktisch versierte, wie kompetente Festumzugs-Gruppe.

Vera Steinfelder im Namen der Festumzugsrunde

Der Elbhangfest-Verein bedankt sich bei allen Beteiligten, mitwirkenden Schulen, Vereinen und Institutionen, Kindern und Eltern, Musikern und Darstellern, Pferde- und Fuhrunternehmen.

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Veröffentlicht unter Artikel aus der Print-Ausgabe, Elbhangfest