Der Elbhang-Mikrokosmos wird vielfältiger

Seidel, John, Wenzkat, Tellkamp…

Länderübergreifend hat der zuletzt in Blasewitz/Striesen (Villa Sansibar) lebende Kamelien-, Azaleen- und Rhododendrenzüchter Traugott Jakob Hermann Seidel (1833 – ’96, siehe Eelbhang-Kurier Februar 2011) gewirkt, dessen inzwischen 200-jährige Gärtnerdynastie in der jüngsten Jubiläumsausstellung im Landschloss Zuschendorf gewürdigt wurde – opulent inszeniert vom Wachwitzer Gestalter- und Architektenpaar Susanne und Volker Berthold.

Eine weitere „blumige“ Zwiebelmuster-Dimension ließ bis Mitte April der jahrelang in Loschwitz heimische „Lustgärtner“ (DNN), Grafiker und Maler Holger John im Palais Großer Garten anklingen mit seiner „funkensprühenden und knisternden“ Ausstellung „Festmahl der Kunst“. Diese der barocken Dresdner Festtradition  gewidmete Exposition hat dem umstrittenen Künstler gewiss (auch jenseits des Elbhanges) neue Freunde gewonnen, zumal er das gastgebende Palais mit Verni- und Finissage eindrucksvoll in Szene setzte (der Förderverein des Hauses hat übrigens auch Elbhangwurzeln!).

Bleibt ein weiterer klangvoller Name: Die Ur-Blasewitzerin Ingrid Krauss-Wenzkat, als Kunsthistorikerin, Autorin und Rezensentin geschätzt, hat im März ihr wohgeordnetes Archiv dem Dresdner Stadtarchiv übergeben und damit ein Stück Dresdner Kulturgeschichte – aufgeschrieben in der Nachkriegszeit – für die Nachwelt bewahrt. Ein Stück Mikrokosmos, der über die Grenzen des Elbhang-Umfeldes hinausweist.

Diese Grenzen schließen auch den Weißen Hirsch ein (der historiogeografisch exakt immer noch zu Loschwitz gehören soll). Der alljährlich zu verleihende „Grimme-Preis“ für herausragende Fernsehverfilmungen verhalf erneut dem Weißen Hirsch zu öffentlicher Wahrnehmung. Die Verfilmung des DDR-Endzeitdramas „Der Turm“ gehörte diesmal zu den ausgezeichneten Beiträgen – der Elbhang ist allen Medien gewachsen.

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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