Laudatio posthum für Dr. med. Neubert

Diese Laudatio ist dem Elbhang-Kurier Mai 2007 (Seite 20) entnommen.

Ein Hausarzt par excellence!
Zum Ende der Berufstätigkeit von Dr. med. Ekkehart Neubert

Mindestens zwei Generationen von Hirschlern haben ihren „Arzt des Vertrauens“ in den letzten 40 Jahren kennen und schätzen gelernt. Ein echter „vom Elbhang“ ging am 30. März 2007 in den Ruhestand, nachdem er Mitte der sechziger Jahre in der ehemaligen
Poliklinik Weißer Hirsch als Facharzt für Allgemeine Medizin be­gonnen hatte.

Zeitweise auch in Pillnitz praktizierend, war der Weiße Hirsch seine hauptsächliche Wirkungs- und Wohnstätte. Ab 1992 erfolgte die Niederlassung in der Gemeinschaftspraxis mit Frau Dr. Fran­secky im ehemaligen Kurbad, Lahmannring 19. Dort holten ihn seine Skatbrüder und natürlich auch Patienten am letzten Arbeitstag per Kalesche zur Fahrt über den Hirsch, durch Loschwitz und nach Wachwitz ab.
Was gibt es in solch einer Laudatio über den Kantorensohn, ehemaligen Kreuzschüler, Vater zweier Kinder besonders zu berichten?

Er war eben nicht nur ein Arzt voller Geduld, einer Fähigkeit zuzuhören und immer freundlicher Art, sondern ein Bodenständiger, einer, auf den Verlass war. So praktizierte Dr. Neubert trotz der ideolo­gischen Bedrängnisse, der auch Ärzte in der DDR ausgesetzt waren, genau so ausgeglichen wie weiter ab 1992 in eigener Praxis mit Kassenvorschriften, Gesundheitsreformwidrigkeiten und der ausufernden Bürokratie kämpfend, ohne dass davon seine Patienten etwas zu spüren bekamen.

Als musikalischer Mensch ist für ihn Singen im Kirchenchor ein Ausgleich, ebenso das vielgeliebte Skatspielen und seine Begeisterung für Modelleisenbahnen, alles tut er mit Herz! Das spürten die Menschen, die Hilfe von ihm erwarteten. Er war einer der ihren.

Die Zeit jetzt danach gemeinsam mit seiner Frau Christiane, die ihm oft den Rücken freihielt, mit seinen Enkelkindern glücklich und zufrieden zu gestalten, wünschen wir ihm alle…und immer ein GUTES BLATT gönnt ihm sein Skatbruder Peter Rauch.

Peter Rauch

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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