Buch Dresden 1951 – 2006

Wir erinnern…

Wir erinnern an Martin William Axt, Friedrich Hecht und Gottfried Fischer-Gravelius

… an den Architekten und Baumeister Martin William Axt (1884 – 1965) und dessen 50. Todestag am 12. Juni. Sein Grab auf dem Tolkewitzer Johannisfriedhof, sein langjähriger edler Wohnsitz an der Schevenstraße (hier lebte noch bis 2009 seine Tochter, die Apothekerin Rosmarie Axt) und die von ihm gegründete Wohnungsbaugenossenschaft in Strehlen erinnern an einen vielseitigen und tatkräftigen Baufachmann „alter Schule“. Er hatte noch mit Stadtbaurat Hans Erlwein zusammengearbeitet und wurde nach 1945 Direktor der aus der „Staatsbauschule“ hervorgegangenen Ingenieurschule für Bauwesen in Striesen/Blasewitz (im Gebäude des heutigen Kreuzgymnasiums).

…an den Bildhauer und Schilling-Schüler Friedrich Hecht (1865 – 1915), der vor 150 Jahren in Dresden geboren wurde und seine Blasewitzer Wohnung in der Alemannenstraße 12 hatte. Neben seinen zahlreichen Grabmalgestaltungen (u. a. auf dem Waldfriedhof Weißer Hirsch für den einstmaligen Galeriedirektor Karl L. Th. Graff) beeindruckt vor allem der figürliche Schmuck an der Blasewitzer Heilig-Geist-Kirche (Elias, Johannes, Christuskopf). In der Seidnitzer Nazarethkirche stammt eine Bronzebüste des Dresdner Wohltäters Johann Georg Ehrlich von ihm, und an der Strehlener Christuskirche hinterließ er das großformatige Relief „Christus in Gethsemane“. Er gestaltete auch sein Grab auf dem Tolkewitzer Johannisfriedhof. (Nach Angaben von Bernd Beyer)

… an den Dichter Gottfried Fischer-Gravelius (1890 – 1974) und dessen 125. Geburtstag am 23. Juni. In Helfenberg geboren, lebte er lange Jahre in Blasewitz (Voglerstraße 20) und wurde auf dem Johannisfriedhof begraben. Er wurde frühzeitig von Ferdinand Avenarius (Blasewitz) gefördert, unterhielt enge Beziehungen zu Martin Raschke (Loschwitz) und publizierte nach dem Zweiten Weltkrieg u. a. in der ZEIT (1946), im Merian-Heft über Dresden (1949, „Gestalten aus dem literarischen Leben Dresdens“) und im Jess-Verlag-„Jahrbuch zur Pflege der Künste“ (Band 1/1951, „Die Seele Dresdens“).

Getagged mit: , , ,
Veröffentlicht unter Der Elbhang-Kurier, Zusätzliche Artikel online