Rezension: 30 Jahre deutsch-französische Rundfunkerlebnisse

Eine Blasewitzerin erzählt: „Achtung Aufnahme – Band läuft“

Brigitte Schubert-Oustry: „Achtung Aufnahme – Band läuft“ Repro: ELBHANG-KURIER

Brigitte Schubert-Oustry: „Achtung Aufnahme – Band läuft“
Repro: ELBHANG-KURIER

Literarisch aufgeschlossenen ELBHANG-KURIER-Lesern ist die seit den 90er Jahren in Blasewitz lebende deutsch-französische Autorin und Journalistin Brigitte Schubert-Oustry keine Unbekannte. Immer wieder meldet sich die gebürtige Dresd­nerin (Jahrgang 1935) mit Lyrik und Prosa zu Wort. Grenzüberschreitend ist sie u. a. als Mitbegründerin (1993) der spendablen „Association Frauenkirche Paris“ und als Stifterin (2013) des völkerverbindenden Literaturpreises „Hommage à la France“ aktiv.

Ihre Initiativen fußen auf ihrer familiär verwurzelten Dresdner Herkunft, auf den Erlebnissen ihres in Westberlin absolvierten Musik- und Germanistikstudiums (1955 – 60) und wohl besonders auf den 30-jährigen Erfahrungen, die sie seit 1960 als Journalistin in deutschsprachigen Rundfunkanstalten gesammelt hat – in Westdeutschland, besonders in Frankreich, zeitweise auch in Österreich und der Schweiz.

Daneben war sie immer wieder auch literarisch produktiv. Jetzt hat sie auf 330 Seiten ein (deutschsprachiges) Resümee der vergangenen Jahrzehnte mit dem Schwerpunkt Rundfunkarbeit unter dem Titel „Achtung Aufnahme – Band läuft“ vorgelegt. Das ist aber keine Reportage, sondern eine fabulierende pittoreske Erinnerung einer Zeitgenossin, die als junge Frau die Dresdner (DDR-)Provinz verließ und alsbald – Umweg Westberlin – sich mit dem Mikrofon in der Hand die (deutsch-französische) Welt eroberte – vom saarländischen Bauernhof bis in die erlesensten Pariser Salons.

Dazwischen ereignet sich Familien- und Zeitgeschichte, vornehmlich aus Pariser Sicht, auch in Analysen und Reflexionen, durchaus amüsant, humorvoll und gleichzeitig kritisch geschrieben. Und der bereicherte Leser kann sagen „… wir sind dabei gewesen“.

Am 23. bzw. 27. Oktober gibt es mit ihr und ihrem Buch im Lingnerschloss (23. 10.) bzw. im Seniorenbegegnungszentrum BÜLOWH (27. Oktober) Lese- und sicher auch Gesprächsabende. – Bereits am Freitag, 4. September, 20 Uhr ist die Autorin gemeinsam mit Susanne Dagen im KulturHaus Loschwitz als Mode­ratorin zu erleben, wenn zur troisème soirée zum deutsch-französischen Literaturpreis „Hommage à la France“ bisher unveröffentlichte Buch-Texte vorgestellt werden.

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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