Ein Kraftwerk der Musik

Fulminantes Klavierkonzert der Extraklasse in der Villa Wollner – ein Rückblick von Claudia Innerhofer

Angekündigt war sie schon im letzten Elbhang-Kurier: die Einladung zum Klavierkonzert in die Wachwitzer »Villa Wollner« im Rahmen der Konzertreihe »Junge Talente zu Gast in der Villa«. Grund genug, die beiden Konzerte des Klaviervirtuosen Alexander Maria Wagner am 25./26. März noch einmal Revue passieren zu lassen.

Meisterschüler Alexander Maria Wagner, Klavier- und Kompositionsstudent in München und Salzburg, der von der in der Villa Wollner in Wachwitz ansässigen LIOHT Stiftung eingeladen wurde, begeisterte das Publikum mit seinen frischen Interpretationen und seiner souveränen Virtuosität mit Klavierwerken von Mozart, Brahms, Schumann und unbekannteren Komponisten wie Leoš Janácˇek sowie John Milton Cage und spielte sich leidenschaftlich und temperamentvoll durch die Jahrhunderte.

Im kleinen, aber feinen Kronsaal der Villa Wollner erlebten die Konzertbesucher zwei Abende der Sonderklasse. Mit einfühlsamen Rezeptionen und lockeren, ja fast humorvollen Einführungen in die jeweiligen Werke eroberte sich Wagner die Herzen des Konzertpublikums.

Ein weiteres Achtungszeichen setzte der sympathische junge Künstler mit eigenen Kompositionen, eine davon dann auch in den Zugaben, und ließ den Blüthnerflügel zum Beben bringen, gleich einem musikalischen Kraftwerk – so auch eine seiner symphonischen Schöpfungen.

Alexander Maria Wagner in der »Villa Wollner«
Foto: Claudia Innerhofer

Der gerade 22 Jahre alt gewordene gebürtige Niederbayer glänzte be­reits an attraktiven Konzertveranstaltungsorten, wie dem Herkulessaal und dem Gasteig in München oder dem Beethoven-Haus in Bonn und gastierte nun auch das erste Mal in Dresden. Die Stiftung freute sich über den regen Zuspruch, war der Saal doch am ersten der beiden Abende mehr als bis zum letzten Platz gefüllt.

Mit diesen und weiteren Kulturveranstaltungen möchte die Stiftung einen Raum der Begegnung schaffen, junge Nachwuchstalente fördern und gleichermaßen einen weiteren Baustein für die Kulturlandschaft des Dresdner Elbhanges setzen.

Diesem Ziel wurde LIOHT an beiden Abenden gerecht, war nicht nur das Konzert ein Leckerbissen, auch für das Kulinarische war gesorgt und rundete das Event ab. Die Villa als solche gab mit ihrer Ausstrahlung beiden Veranstaltungen einen würdigen Rahmen.

Alexander M. Wagner spielte fast schon entrückt und nahm das Publikum mit in eine andere Sphäre. Die Zuhörer dankten es ihm mit tosendem Applaus.
Möge der junge Künstler noch viele Zuhörer begeistern, die LIOHT Stiftung für viele weitere solcher exzellenten Überraschungen sorgen und das Dresdner Publikum noch häufig in der Villa Wollner verwöhnt werden. Es wäre eine große Bereicherung für den Elbhang!

Claudia Innerhofer

Weitere Veranstaltungen

  • 24./25. Juni 2017: geöffnet zum Elbhangfest
  • 9. Juli 2017: »Musikalische Delikatessen«, 11 Uhr, Matinee
  • Kontakt: www.villa-wollner.de
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Veröffentlicht unter Artikel aus der Print-Ausgabe, Der Elbhang-Kurier, Kunst und Kultur, Musik
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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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