Wir erinnern …

Wir erinnern an Professor Günther Leib, Wilhelm von Kügelgen und Professor Helmut Trauzettel

Wir erinnern… und gratulieren…

…nachträglich dem in Gotha geborenen und später in Deutschland und weltweit erfolgreichen Bariton Kammersänger Professor Günther Leib zum 90. Geburtstag am 12. April. Der inzwischen zweimal verwitwete Künstler, von 1957 bis 1976 Mitglied der Dresdner Staatsoper, wohnt jetzt nach seinen Wachwitzer, Berliner und Lübecker Jahren mit seiner Frau (der vormaligen Loschwitzer Pfarrerstochter Adelheid geb. Gähler) seit einem Jahr wieder in Dresden – nicht mehr in Lübeck, wie der ELBHANG KURIER April 2017 irrtümlich annahm.

Noch ein weiterer Irrtum (im Elbhang-Künstlerbuch I) ist zu berücksichtigen: Der Sänger wurde nicht 1924, sondern 1927 geboren. Seine Geburtsstadt Gotha, wo er die musikalische Laufbahn als 1. Geiger in der dortigen Landeskapelle begonnen hatte, nahm seinen 90. Geburtstag zum Anlass, ihn am 12. April mit einem Festakt des Gothaer Oberbürgermeister zu ehren.

In Dresden, wo Günther Leib einst glanzvolle Auftritte hatte, gab es nichts Vergleichbares, doch sein früherer Kollege Kammersänger Peter Schreier »vertrat« beim Gothaer Festakt (gemeinsam mit Ehefrau Renate Schreier) die sächsische Landeshauptstadt, in der der Künstler nun seinen Lebensabend verbringen darf.


Wir erinnern…

…an den 150. Todestag des Malers und Schriftstellers Wilhelm von Kügelgen (1802 in St. Petersburg – 1867 in Ballenstedt) am 25. Mai. Die meisten der ELBHANG KURIER-Leser dürften die Biografie des Autors der »Jugenderinnerungen eines alten Mannes« längst verinnerlicht haben, sodass an dieser Stelle nur auf eine Kügelgen-Veranstaltung im Lingnerschloss hingewiesen sei – am Freitag, 26. Mai 2017, 19.30 Uhr:

Martin Stiebert, Sprechsteller aus Jena (und ehemals aus Dresden) wird an diesem Abend lesen und erzählen, von Michael Hein am Flügel begleitet.


Wir erinnern…

…an Professor Helmut Trauzettel. Am 30. März 2017 wäre der Architekt, Hochschullehrer, Künstler und engagierte Stadtbürger Helmut Trauzettel (1927 – 2003) 90 Jahre alt geworden. Seine Lebensleistung und kreative Vielseitigkeit wurde unter anderem auch im »Elbhang Buch« gewürdigt. Zusammen insbesondere mit seinem Freund Professor Wiel hat er sich lebenslang in der Ausbildung und in vielen Gremien, von 1993 – 1997 als Präsident der Architektenkammer Sachsen, für zeitbezogenes Bauen und eine behutsame Stadterneuerung eingesetzt.

Helmut Trauzettel: Atelier am Weinberg unterhalb des Luisenhofes
Skizze, 2000

Wird am 28. April bei der Wiedereröffnung des Kulturpalastes an Leopold Wiel als Ideengeber gedacht, so können wir an Helmut Trauzettel vor allem als Initiator einer Vielzahl von Kinder- und Schulneubauten der 60er und 70er Jahre erinnern. Generationen von Schülern besuchten in den Bezirken Dresden, Halle und Magdeburg die hellen Schulgebäude mit den Innenhöfen. Sie werden heute zur Nachkriegsmoderne gerechnet und stehen teils unter Denkmalsschutz.

Parallel zum Baubereich betätigte sich ja Helmut Trauzettel lebenslang auf verschiedenen künstlerischen Gebieten. Seine Ausstellungen im In- und Ausland und seine Bücher (über Italien, Finnland, Syrien, Bautzen) sind ständige Anregung. Er hat über 40 Jahre am Elbhang gewohnt und in seinem geliebten Weinberg unterhalb des Luisenhofes immer wieder seine Kräfte regeneriert. Das Atelier wie auch seine Mühle auf Hiddensee waren die belebenden Treffpunkte für uns Mitarbeiter und Freunde und prägten manche Arbeitsetappe.

Dr. sc. techn Michael Ziege

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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