Editorial August 2018

Nach Bekanntwerden der großen Verluste beim 28. Elbhangfest – siehe Seite 3 – müssen wir dieses Thema noch einmal aufgreifen, denn auch wir als Redaktion waren – in ganz unterschiedlicher Weise – Mitwirkende und Gäste des Festes – und wollen es bleiben!

Holger Friebel

Man kann es niemandem übelnehmen, wenn er bei diesem Wetter nicht mitfeiern wollte – Regen plus Kälte zwischen lauter heißen Wochen waren ein Tiefschlag. Dieses Risiko tragen die ehrenamtlichen Organisatoren seit Jahren. Nun ist die Not groß,  der Verein bittet um Spenden.

Das Elbhangfest ist eine kulturelle Errungenschaft, deren Wirkung weit über das eigentliche Festwochenende hinausgeht. Für unseren Stadtteil spielt der ganzjährige Vorbereitungsprozess – inklusive Weihnachtsmarkt – eine wichtige Rolle. Er bietet Gelegenheit zur Begegnung miteinander und mit Kultur, zur Vermittlung identitätsstiftender Werte an Anwohner und Gäste im Sinne der Vereinssatzung.

Viel wird derzeit über den Begriff »Heimat« diskutiert. Das Elbhangfest ist seit 28 Jahren Heimatpflege im besten Sinne – bisher nur mit rund fünf Prozent öffentlicher Förderung. Soll es nun sterben?

Teile des ehrenamtlichen Festausschusses sind demoralisiert. Die Last, das Wetterrisiko jedes Jahr mitzutragen, entmutigt sogar »altgediente« Vorstandsmitglieder des Vereins.

Eine »Erste Hilfe« könnte durch den nebenstehenden Spendenaufruf kommen – die nachhaltige Lösung noch nicht. Soll der Charakter des Festes von Loschwitz bis Pillnitz mit der autofreien Pillnitzer Landstraße bewahrt bleiben, braucht es breite Unterstützung, Sparsamkeit – und immer wieder neue Ideen.

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Veröffentlicht unter Artikel aus der Print-Ausgabe, Der Elbhang-Kurier, Elbhangfest
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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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