Der »Karajan vom Schillerplatz« als lebensgroßes Porträt

Der einstmalige Verkehrspolizist Günter Jacob – als legendärer »Karajan vom Schillerplatz« bereits zu DDR-Zeiten in die Blasewitzer Stadtteilgeschichte eingegangen – kehrte am 26. Oktober im nachmittäglichen Verkehrsgeschehen an seinen »angestammten Arbeitsplatz« zurück. Auslöser für seinen erneuten »Auftritt« war die Schenkung eines lebensgroßen Günter-Jacob-Porträts (gemalt von Thomas Brethfeld) an die Polizeihistorische Sammlung (Polizeimuseum) in der Schießgasse.

So »dirigierte« einst Günter Jacob, Foto: Archiv DNN/Blasewitzbroschüre von Annette Dubbers (1996, Seite 61)

Das Acryl-Gemälde hing – als persönliches Eigentum – bisher im Arbeitszimmer von Evelin Bieber, die ihren Schreibtisch bei der Immissionschutzbehörde im Dresdner Umweltamt jetzt altershalber verließ. Natürlich hatten die langjährige Umweltschützerin und der Verkehrspolizist auch ein berufliches »Verhältnis zur Luftqualität am Schillerplatz«. Anlass der hochoffiziellen Bildübergabe im Beisein des Polizeipräsidenten war eine Übung, bei der angehende Verkehrspolizisten am Schillerplatz den Ausfall aller Verkehrsampeln erfolgreich probten: Der manuell geregelte Verkehr verlief – wie zu »Karajans« Zeit – flüssiger, als es heute eine Ampelregelung schaffen kann.

Günter Jakob mit seinem Porträt am 26. Oktober 2018, Foto: Johanna Rehor

Aber Günter Jacob, der von 1979 bis 1994 am Schillerplatz »gedient« hatte, meint: Den heute tätigen Beamten wäre – trotz »Trabi«-Ende – die aktuelle Feinstaubbelastung nicht mehr zuzumuten – die »Dieselkrise« lässt grüßen. Bleibt nur noch eine Anmerkung: Obwohl Westberlin (samt Philharmonie) fast 30 Jahre »eingemauert« war, wusste seinerzeit jeder Schillerplatz-Passant, wer »Karajan« war …

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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