Buch Dresden 1951 – 2006

Foto der Woche (4. November 2019)

Unser Foto der Woche zeigt die »wandernde Wartehalle« in Dresden-Hosterwitz, die an insgesamt drei Standorten zu finden war. Das Bild und die Geschichte ist dem Buch »Chronik von Hosterwitz« entnommen.

Die Gemeinde Hosterwitz ließ im März 1910 eine Wartehalle für 10 Personen auf dem von Justizrat Dr. Felix Bondi und Generaldirektor Gustav von Klemperer kostenlos bereitgestellten Land an der Südostseite der Kreuzung Van-Gogh-Straße/Pillnitzer Landstraße errichten.

Der neue Eigentümer der Van-Gogh-Straße 2 kaufte das Land im März 1920 mit und verlangte eine hohe Miete, so dass der Gemeinderat die Wartehalle mit Zustimmung der Eigentümerin Anna Völkel im Herbst auf die südwestliche Seite der Kreuzung umsetzte. Zu diesem Zeitpunkt ging die Wartehalle in das Eigentum des Gemeindeverbandes der Elektrischen Straßenbahn Loschwitz-Pillnitz über.

Im März 1930 musste Rudolf Braun für seine Druckerei ein Wohnhaus mit Geschäftsladen bauen. Die vor seinem Grundstück postierte Wartehalle musste weichen. Am 15. Juli 1930 wanderte die Wartehalle zu ihrem dritten Standort auf das von der Stadt Dresden erworbene Land an der Nordostseite der genannten Kreuzung. Diesen Augenblick des Transportes der Wartehalle durch etwa 10 Arbeiter über die Kreuzung hielt Herr Braun mit seiner Kamera fest.

Ihre Nachfolgerin steht jetzt noch an diesem Ort.

Transport der »wandernden« Wartehalle zum dritten Standort im Juli 1930. Foto: Rudolf Braun, Slg. Renate Braun

Chronik von Hosterwitz

Chronik von Hosterwitz

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Chronik von Hosterwitz

Chronik von Hosterwitz

von Sieghart Pietzsch,

  • 536 Seiten, etwa 400 Abbildungen
  • Herausgegeben vom Ortsverein Pillnitz e.V. im Elbhang-Kurier-Verlag

 

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