Advent und Weihnachten 2019

Das Wort zum Klima – aus Loschwitz Nachtrag zur Madrider Klimakonferenz von Jochen Zirkler

Im Rahmen der Adventsveranstaltung »Bald ist Niklasabend da – Sächsische und andere Variationen zum Advent« am 3. Dezember in der Loschwitzer Kirche (u. a. mit Tom Pauls)  hielt Pfarrer Joachim Zirkler (Dresden und Wittenberg) die folgende »Klima-Predigt«: 


Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot ausging von der UNO, dass das Klima in aller Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war nicht die allererste, und sie geschah, als das Eis schmolz an den Polkappen, die Sommer heiß und heißer wurden, die Stürme heftiger und in der Schöpfung immer weniger gut war.

Und jedes Land ging, dass es sein Klima schätzen ließe. Da machten sich auf die Regierungen der Länder ins spanische Land in die Stadt Madrid, um über das Klima zu beraten. Und sie kamen mit vertrauten Gedanken und gingen mit neuen Ideen schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie handeln sollten.

Und wieder kamen viele Papiere zur Welt voll kluger Worte und die meisten Sätze begannen mit „Man sollte…“ oder mit „Man müsste…“

Und es waren junge Menschen in Madrid, wie in vielen Gegenden der Welt, immer freitags auf dem Demo-Felde bei den Hürden der Gewohnheit, die errichtet waren von denen, die nichts ändern wollten. Und sie versuchten, das Klima zu hüten in der Nacht der Blindheit. Und ein Engel trat zu ihnen und die Klarheit der Erkenntnis leuchtete um sie und sie fürchteten sich sehr vor der Zukunft.

Und der Engel sprach: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn euch ist das Heil geboren. Die Liebe Gottes ist zur Welt gekommen. Das größte Klimarettungspaket ist den Menschen geschenkt. Es ist an euch, es aus der Traditions-Krippe zu holen, es aus den Baby-Windeln zu wickeln und ihm Herberge zu geben in eurem Leben!

Und sie schöpften neue Hoffnung und breiteten das Wort aus, das zu ihnen gesagt war. Und die Botschaft verbreitete sich in Windeseile per Twitter, Facebook, Instagram und WhatsApp auf der ganzen Welt. Und alle, die es lasen, wunderten sich über das, was ihnen die jungen Klimahirten zu sagen hatten. Und beim Blick auf ihre Smartphones reifte bei den Menschen die Erkenntnis, dass die Klimaerwärmung der Erde zu tun hat mit der Abkühlung des Klimas unter den Menschen.

Und ihnen wurde klar, dass sie nicht warten müssen, auf das, was die Regierungen tun, sondern, dass Veränderung mit ihnen selbst beginnt. Mit kleinen Schritten. Schon ein verständnisvoller Blick, ein tröstendes Wort, ein freundliches Lächeln und eine Hand auf der Schulter bringen Wärme ins Leben. Wärme, nach der sich jeder Mensch sehnt. Und sie begannen in der Adventszeit, sich solche Zeichen zu geben, wenn sie sich trafen und sie sandten einander solche Nachrichten, wenn sie entfernt voneinander waren. Sie lernten, nicht nur auf sich und ihre Länder zu schauen. Sie waren füreinander da und schätzten einander neu.

Und nach und nach veränderte sich das Klima. Es wurde wärmer in den Familien, in den Schulen, in den Gemeinden, in Wittenberg, in Deutschland, in Europa, auf der ganzen Welt, ja sogar im Weißen Haus. Und diese globale Erwärmung tat der Schöpfung gut und es wurde milder auf Erden. Die Menschen hatten begriffen, wie Weihnachten zu feiern ist.

Joachim Zirkler, Advent 2019

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