Buch Dresden 1951 – 2006

Neujahrsempfang und Kunst im Elbhangtreff. Niederpoyritz

Der Künstler Moussa Mbarek bei der Ausstellung im Elbhangtreff. Niederpoyritz

Fremde Heimat Wüste – Zeichnungen, Holzschnitte und Skulpturen des Künstlers Moussa Mbarek

Mit der kraftvollen Sprache der Bilder eröffnet Moussa Mbarek-Touareg, verfolgt, vertrieben, staatenlos, abgelehnt, nur geduldet in Dresden – ungewöhnliche Zugänge in eine andere, uns fremde Welt.

Die Bilder erzählen vom Stolz und der Würde der Touareg, ihrer Unbeugsamkeit gegen Arabisierung, von der Gnadenlosigkeit des Überlebens in der Wüste, doch auch von Schönheit und Hoffnung. Die Zeichnungen, Holzschnitte und Skulpturen weisen mit klaren Strukturen und Farbigkeit weit über sich hinaus in menschliche Existentialien: die Einsamkeit, der Weg, die Härte des Daseins, die Hoffnung, das Licht.

Mit einer biografischen Einführung in das Schicksal des Künstlers und einer eindringlichen, einfühlsamen Lesung von Texten (Mano Dayak »Geboren mit Sand in den Augen« und des Fremdenlegionärs Friedrich Glauser) vertiefte der Schauspieler Erik Brünner die Erfahrungen in der Wüste.

Mit dieser Ausstellungseröffnung am 19. Januar 2020 feierte der Elbhangtreff. mit etwa 60 Gästen, Mitgliedern und Freunden vom Elbhang, seinen Neujahrsempfang.

Die sehr empfehlenswerte Ausstellung ist dienstags und donnerstags, sowie sonnabends von 15 bis 19 Uhr zu sehen. In dieser Zeit ist ebenfalls das Buchantiquariat geöffnet.

Evi Bergmann

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