Buch Dresden 1951 – 2006

Editorial Dezember 2020

Lasst uns dieses schreckliche Virus gemeinsam ausräuchern! Das Ergebnis einer seit dem 1. Advent dazu laufenden Studie steht im Moment zwar noch aus. Trotzdem hat der Elbhang-Kurier schon vor Wochen die »Arbeitsgruppe Räuchermann« gegründet, deren Kräfte in diesem Heft aktiv werden. Humor, Natur und persönlicher Einsatz können helfen, die kommende Zeit besser zu überstehen.

Holger Friebel

Auf jeden Fall helfen frische Luft und der Aufenthalt im Freien. Der »Garten im Winter« hat viel mehr zu bieten, als man denkt. Wer einen solchen besitzt, kann sich dort den Corona-Frust von der Seele arbeiten – vom Baumschnitt bis zum Vogelfüttern. Wer nicht, wandere durch den großen »Garten Elbhang« oder den Pillnitzer Park.

Zu Weihnachten wird es nun wahrlich eine »Stille Nacht« geben – im krassen Gegensatz zur »Weihnachtshauptstadt« des Vorjahres. Die Kirchgemeinden sind unsicher, die Menschen machen sich Sorgen, nicht nur um ältere Familienmitglieder.
Sorgen gibt es auch im Elbhangfest-Verein, dessen Weihnachtsmarkt nun ebenfalls abgesagt wurde. Für den Verein liegt keine institutionelle Förderung mehr auf dem Gabentisch – das ist hart für diese bodenständige Institution, die um das Überleben kämpft. 2019 hatte man gerade ein schweres Wetter-Defizit überstanden, dann kam Corona. Im vorigen Jahr wurde die institutionelle Förderung dankbar als Auszeichnung gewertet – nun fühlen sich die Vereinsmitglieder ohne plausiblen Grund »gemaßregelt«.

Die in dieser Ausgabe abge­bildeten Räucher-Gärtner und -frauen gibt es ausnahmsweise mal nicht zu kaufen. Sie wurden von Rolf Friebel als Einzelstücke gedrechselt. Aber in jedem Haushalt sollten genügend »Räuchertypen« vorhanden sein, um Corona endlich aus­zuräuchern. Weihnachtsduft muss Weihnachtstrubel ersetzen. Kontaktvermeidung ist nötig – aber Rauchzeichen bleiben erlaubt!

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Veröffentlicht unter Artikel aus der Print-Ausgabe, Der Elbhang-Kurier