Buch Dresden 1951 – 2006

Wir erinnern …

Wir erinnern …

… an den vielseitigen Musiker, Oboisten und Schlagzeuger KARL ZISCHANG (1910 – 1971), der ab 1930 bis zum Lebensende in Loschwitz an der Wunderlichstraße 17 (ehem. Heilstätte) wohnte und als studierter Musiker in den zeit- und kriegsbedingt problematischen Jahren bis 1945 trotz vorübergehender Engagements in der Sächsischen Staatskapelle krankheitshalber nur zeitweise Fuß fassen konnte und nach dem Krieg »freischaffender Musiker« blieb – vor 50 Jahren am 6. November ist er gestorben.

Karl Zischang
Foto: Slg. OVLW/K 2


Sein freischaffendes Musizieren vollzog sich hauptsächlich im Blasorchester der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB), die ihn (zwecks sozialer Absicherung) zusätzlich als Straßenbahnschaffner beschäftigten (inzwischen wurden sowohl das Blasorchester, das u. a. in dert Wachwitzer DVB-Sportplatzgaststätte auftrat, als auch der Schaffnerdienst »wegrationalisiert«). Außerdem engagierte er sich – nicht als Musiker – zunehmend als »Verkehrshistoriker« in einschlägigen Eisenbahn- und Straßenbahnvereinen, auch als Mitstreiter und Stammtischbruder des EHK-»Verkehrschronisten« Mario Schatz (s. EHK 9/2021) und des Modelleisenbahnspezialisten und vormaligen Luisenhof-Besitzers Hans-Otto Vogt. Karl Zischang wurde auf dem Loschwitzer Friedhof begraben.

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