Ein Beitrag zu einem zukünftigen „Elbhang-Museum”

Am 12. April eröffnet eine Ausstellung des Ortsvereines im Ortsamt Loschwitz zum „Königlichen Weinberg Wachwitz”

Die alte Königliche Villa mit Kapelle, August Kotzsch, um 1880. Archiv Eberhard Münzner

Die alte Königliche Villa mit Kapelle, August Kotzsch, um 1880.
Archiv Eberhard Münzner

Eines der Ziele, die sich der Ortsverein Loschwitz-Wachwitz e. V. gestellt hat, ist, Exponate der Kunst und Kulturgeschichte aus dem Gebiet Loschwitz und Wachwitz für ein zukünftiges Elbhang-Museum zu sammeln. In diesem zukünftigen Museum soll einmal die gesamte Entwicklungsgeschichte des Elbhangraumes von Loschwitz bis Pillnitz in all ihren unterschiedlichen Facetten dargestellt werden.

Da es leider noch nicht abzusehen ist, wann und wo dieses Museum Gestalt annimmt, soll im Ortsamt Loschwitz mit einer kleinen Ausstellung aus dem Fundus des Ortsvereines ein Anfang gemacht werden.
Als erstes Thema wurde hierfür „Die Geschichte des königlichen Weinberges Wachwitz” ausgewählt.

In diesem Zusammenhang soll nicht unerwähnt bleiben, dass in Loschwitz bereits von 1934 bis 1948 in der sogenannten „Alten Schule”, Pillnitzer Landstraße 8, das Ortsmuseum Loschwitz bestanden hat. Es geht auf eine Initiative des Gemeinderates von Loschwitz von 1902 zurück.

Infolge der raschen Veränderung des Ortes vom Dorfe zum städtischen Vorort wollte er, dass die alte Geschichte des Dorfes, seiner Bauten, Einwohner und Gäste in Form eines Museums für die Zukunft bewahrt werden. Mit der Eingemeindung von Loschwitz nach Dresden 1921 wurden alle für das Museum gesammelten Exponate der Kirchgemeinde Loschwitz übereignet, mit der vertraglichen Auflage, dass diese für ein künftiges Ortsmuseum zu Verfügung zu stellen sind.

Die „Alte Schule“, Pillnitzer Landstraße 8, 1968. In den Erdgeschossräumen unten rechts befand sich das ehemalige Ortsmuseum.  Foto: Eberhard Münzner

Die „Alte Schule“, Pillnitzer Landstraße 8, 1968. In den Erdgeschossräumen unten rechts befand sich das ehemalige Ortsmuseum.
Foto: Eberhard Münzner

Der Ortsverein Loschwitz wurde mit der weiteren Sammeltätigkeit, dem Museumsaufbau und dessen Verwaltung beauftragt. Am 17. Juni 1934, im Gedenken an dem 50. Todestages von Ludwig Richter, war es endlich soweit, dass das Museum in den heutigen Räumen der Pfarramtskanzlei eröffnet werden konnte. Zwischenzeitlich hatte sich auch die ursprüngliche Aufgabenstellung etwas erweitert, denn der Ortsverein hatte es sich zum Ziel gesetzt, dass jeder mit Loschwitz verbundene bildende Künstler mit wenigsten einem Werk im Museum vertreten sein sollte.

Dieses Vorhaben war sehr erfolgreich, denn der Museumskatalog wies bei seiner Schließung einen Bestand von über 2000 Nummern auf. Das Museum hätte deshalb dringend erweitert werden müssen, leider fehlten die dafür nötigen Räume.

Die Stadt Dresden hatte sich in dem Eingemeindungsvertrag von 1921 verpflichtet, in Loschwitz am Körnerplatz, als Ersatz für die Gemeindeverwaltung, ein bürgerfreundliches Stadthaus zu errichten, in dem auch das Ortsmuseum sein Domizil haben sollte.

Wenn man so will, wurde mit der Einweihung des Ortsamtsgebäudes 1997, nach 76 Jahren(!) der erste Teil des Vertrages verwirklicht – die Baurealisierung braucht in unserer Stadt eben ihre Zeit – die für das Ortsmuseum steht noch aus. Deshalb wollen wir mit der Eröffnung der kleinen Ausstellung am 12. April 2007, 18 Uhr im Ortsamt ein Anfangszeichen setzen.

Eberhard Münzner,
Ortsverein Loschwitz-Wachwitz

Ausführliche Geschichte des Ortsmuseums Loschwitz siehe Elbhang-Kurier März 2004.

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