Zur Wiedererrichtung der Güntz-Familiengruft auf dem Eliasfriedhof

An der westlichen Mauer des Eliasfriedhofes ist quasi „aus Ruinen auferstanden“ die vormalige Güntz-Gruft. Sie war ehemals Bestandteil einer ganzen Grufthausreihe. – Im Vordergrund rechts ist die „Wintersicherung“ eines wertvollen Grabdenkmals zu sehen, im Hintergrund ist der neue Anbau des Landgerichtes Lothringer Straße erkennbar. Foto: Matthias Voigt (Ingenieurbüro)

An der westlichen Mauer des Eliasfriedhofes ist quasi „aus Ruinen auferstanden“ die vormalige Güntz-Gruft. Sie war ehemals Bestandteil einer ganzen Grufthausreihe. – Im Vordergrund rechts ist die „Wintersicherung“ eines wertvollen Grabdenkmals zu sehen, im Hintergrund ist der neue Anbau des Landgerichtes Lothringer Straße erkennbar. Foto: Matthias Voigt (Ingenieurbüro)

In den vergangenen Monaten wurde auf dem Eliasfriedhof das 1752 geschaffene, 1945 und in den Nachkriegsjahren zerstörte Grufthaus für die Dresdner Honoratiorenfamilie Güntz an der westlichen Friedhofsmauer wiedererrichtet. An den handwerklichen Arbeiten waren die Blasewitz-Tolkewitzer Steinmetzwerkstätten Hempel und Vogel maßgeblich beteiligt.

Wiedererrichtung der Güntz-Gruft. Foto: Matthias Voigt (Ingenieurbüro)

Wiedererrichtung der Güntz-Gruft. Foto: Matthias Voigt (Ingenieurbüro)

Die Finanzierung der vom Förderverein Eliasfriedhof e. V. initiierten Wiederherstellung wurde hauptsächlich durch bundesdeutsche Denkmalpflegemittel ermöglicht, nachdem der Eliasfriedhof unlängst als »national bedeutendes Denkmal« eingestuft worden war.

In der Gruft wurde u. a. als namhaftes Familienmitglied der Jurist Dr. Justus Friedrich Güntz (1801 – 1875) beigesetzt. Der erfolgreiche Rechtsanwalt wirkte als unbesoldeter Stadtrat und begründete als zensurfreies Dresdner Morgenblatt 1848 den später sehr einträglichen »Dresdner Anzeiger«.

Nach tragischen Familienereignissen übertrug er seine Einkünfte der nach ihm benannten Stiftung, die beträchtliche Mittel für städtische Bauvorhaben zur Verfügung stellen konnte: u. a. für die Brunnen »Stürmische Wogen« und »Stilles Wasser«, Gänsediebbrunnen, Güntzbad, künstlerische Ausgestaltung des Neuen Rathauses, »Ballwerfer« vor dem Hygiene-Museum, Schillerdenkmal am Albertplatz.

Die wiedererrichtete Gruft wird Ende Mai der Öffentlichkeit übergeben. Interessenten können sie bei Friedhofsführungen in Augenschein nehmen.

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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