Editorial Juni 2020

Als wir den Beitrag zur Situation der Gaststätten konzipierten, stellten wir uns auch ein Titelbild mit vielen Gastronomen vor. Es zu organisieren war eine Herausforderung. Natürlich hatten die Restaurant- und Cafébesitzer kurz vor den Wiedereröffnungen viel um die Ohren. Dennoch fanden sich elf am Blauen Wunder zusammen…

Jürgen Frohse

Mit den Gastronomen vom Elbhang pflegen wir eine gute Beziehung, ohne die journalistische Distanz zu verlieren. Zu den Gaststätten am Schillerplatz gelingt uns das weniger. Die Chefs von »Schillergarten« und »Villa Marie« lehnten leider ein Gespräch und die Teilnahme am Gruppenbild ab. Dabei wollten wir als Unterstützung für diese Branche darstellen, was für eine schwierige Zeit die Gastronomen zu überstehen hatten.

Während der Betrieb der Gaststätten wieder relativ gut begann, verläuft der Neustart des Schulbetriebes »stotternd«. Auch in Alters-, Pflege- und Behindertenheimen kann von einem Normalbetrieb noch nicht die Rede sein. Dass auch der Kulturbetrieb alles andere als rund läuft, zeigt unsere noch immer magere Kulturseite. Einzig Galerien und Museen dürfen wieder öffnen, Veranstaltungen sind noch weitgehend untersagt. Wir werden uns diesen Themen in den nächsten Ausgaben widmen.

Im Mai fand eine erste Loschwitzer Stadtbezirksbeirats-Sitzung unter Corona-Hygienevorschriften im Foyer des Stadtbezirksamtes statt (siehe Seite 10). Jedes Beiratsmitglied hatte seinen eigenen Tisch mit einem Abstand von 1,50 Meter zum nächsten. Es ist wichtig, dass Kommunalpolitik wieder praktiziert wird. Ein Thema ist die Haushaltssperre der Stadt. Damit fallen auch Förderungen durch den Stadtbezirk weg, was u. a. die Vereinsarbeit beeinträchtigt. Mancher hatte bereits die Zusage für einen vorzeitigen Maßnahmebeginn. Jetzt müssen Projekte, die ohne Förderzusage nie begonnen worden wären, »aus eigener Tasche« bezahlt werden. Auch der Elbhangfest-Verein hoffte auf Zuschüsse (siehe Seite 12). Viele Auswirkungen werden sich erst noch zeigen.

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Fahrer mit Goliath-Dreirad bei der Auslieferung in der Blasewitzer Hochuferstraße, um 1930. Foto: Dr. Georg Jäkel

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