Buch Dresden 1951 – 2006

Wir erinnern …

… an Veit Hofmann, Josef Hegenbarth, Christiane Harig, Ullrich Schollmeyer, Dr. Günter Klieme, Wulf Kirsten, Maritta Böhme, Erna Linke, Werner Zeibig, Ludwig Richter und Gerhard Duder

Wir erinnern …

… und gratulieren nachträglich dem im Loschwitzer Künstlerhaus und im schönen Ungarland beheimateten Maler und Grafiker VEIT HOFMANN zum 65. Geburtstag am 30. April. Wer den Künstler kennenlernen und vielleicht auch treffen will (falls er nicht gerade in seinem ungarischen Atelier an der Staffelei sitz), versäume nicht, in die großzügigen Ausstellungsräume auf vier Etagen im Oberlandesgericht am Schlossplatz zu kommen, wo noch bis zum 7. August seine neuere Malerei „Klangbilder“ ausgestellt ist …

… an den (böhmischen) Maler und Grafiker JOSEF HEGENBARTH (1884 – 1962) und dessen 125. Geburtstag am 15. Juni. An seinem langjährigen Wohnsitz an der Calberlastraße wird sein Erbe durch das Dresdner Kupferstichkabinett bewahrt und immer wieder im Rahmen von Sonderausstellungen zugänglich gemacht. Derzeit (noch bis zum 3. September) wird er im Jubiläumsjahr mit der Ausstellung „Meisterwerke“ im Hegenbarth-Archiv geehrt …

… und gratulieren der Loschwitz/Wachwitzer Malerin und Pädagogin CHRISTIANE HARIG gleichfalls zum 70. Geburtstag am 17. Juni. Die professionelle Unterstufen-, Sport- und Schwimmlehrerin hat sich vor allem autodidaktisch zur Künstlerin entwickelt und bewegt sich inzwischen anerkannt und selbstverständlich in der Künstlergilde, nicht nur in Loschwitz, wo sich über Jahre das „Kleine Fährhaus“, ihr zeitweiliger Wohnsitz, zu einem Treffpunkt und Ausstellungsort besonderer Art entfaltet hatte. Sie ist Mitbegründerin des Kunstvereins Alte Feuerwache und konnte hier u. a. mit ihren Pilz- und Kochkenntnissen skeptische Loschwitzer von der „Ungefährlichkeit“ freier Künstler überzeugen. Seit 1998 nutzt sie beispielgebend ihre künstlerisch-pädagogische Doppelbegabung und sorgt in der Justizhaftanstalt Dresden als Malkursleiterin auf ihre Weise für die Resozialisierung der dortigen Bewohner; Ergebnisse dieser Arbeit waren schon auf mehreren Ausstellungen zu sehen, vielleicht demnächst auch in ihrem Wachwitzer „Gartenpavillon“? …

… und gratulieren dem Maler, Grafiker und Museumspädagogen ULLRICH SCHOLLMEYER, der einige Jahre sein Atelier in Oberloschwitz hatte und jetzt (wieder) in Striesen wohnt, zum 50. Geburtstag am 22. Juni. Entscheidende Lebensjahre widmete der Künstler seit 1993 der Mitarbeit im Verein „Neue Lebensformen“ im landwirtschaftlich-unkonventionell geprägten „Lebensgut Pommritz“ (bei Hochkirch), wo ein von Rudolf Bahro und Kurt Biedenkopf angeregtes „Sozialökologisches Zukunftsprojekt“ entwickelt wurde. Hier baute Ullrich Schollmeyer die ständige Ausstellung und Lernwerkstatt „Sophia im Spiegel“ mit interaktiven Modellen zur Philosophiegeschichte auf, die Interessenten jederzeit besuchen können. Jetzt ist er im wiedereröffneten Stadtmuseum Bautzen tätig, wo ihm als Museumspädagoge auch seine praktische (Lebens-)Erfahrung als Vater einer großen Familie zustatten kommen dürfte …

… an den Kulturhistoriker, Anglizisten und Publizisten Dr. GÜNTER KLIEME zum 80. Geburtstag am 21. Juni mit einem Gedenkblatt von Dr. Christian Mühne …

… und gratulieren dem Schriftsteller (und ehemaligen Dresdner Stadtschreiber) WULF KIRSTEN zum 75. Geburtstag am 21. Juni. Zu seinen Ehren, und gemeinsam mit dem gleichaltrigen und besonders am Elbhang bekannten Kunsthistoriker, Schriftsteller und Publizisten Dieter Hoffmann, wird ein Sonderheft des Dresdner Literaturjournals SIGNUM herausgegeben, das am Mittwoch, 1. Juli, 18 Uhr in der Villa Eschebach in einer festlichen Veranstaltung unter dem Motto „Über Dresden wäre viel zu sagen“ (Erhard Kästner) von Hans-Peter Lühr und Norbert Weiß vorgestellt wird. (Dieter Hoffmann wird im August „75“ und aus diesem Anlass im KulturHaus Loschwitz am Sonnabend, 22. August, 20 Uhr mit einer bibliophilen Ausstellung und einem Sommerfest geehrt) …

… und gratulierern (ebenfalls leider verspätet) der „allgegenwärtigen“ Schauspielerin MARITTA BÖHME zum (man will es nicht glauben) 70. Geburtstag am 7. Mai. Die jahrzehntelang ihrer Wahlheimat Blasewitz (und nicht nur der Bühne) treugebliebene Künstlerin wohnt auch jetzt ganz in der Nähe – nur wenige Schritte hinter der „Demarkationslinie“ Blasewitz-Striesen. Aber auch dort möge es weiterhin „ g r ü n e n “ …

… nachträglich an den 70. Geburtstag des in Schlesien geborenen, in Dresden/Rockau/Pappritz tätig gewesenen und seit 1984 in Mecklenburg lebenden und dort gestorbenen Malers HORST LEIFER (1939 – 2001) am 22. Mai. Eine Gedenkausstellung – Grafik/Zeichnung/Aquarell – findet noch bis zum 16. August (leider nicht in Dresden) im Ernst-Rietschel-Geburtshaus Pulsnitz statt …

… an den 110. Geburtstag der Malerin und „Kulturfunktionärin“ (im positiven Sinne verstanden) ERNA LINKE (1909 – 1986) am 15. Juni. Bereits in den 20er-Jahren – seit 1927 war sie mit dem Dresdner Maler Hans Christoph verheiratet – engagierte sich die Künstlerin und damalige Zeichenlehrerin politisch links, zunächst in der ASSO, später in der Dresdner Session, weshalb sie in der Nazizeit diffamiert wurde. Ungebrochen setzte sie 1945 ihr künstlerisch-politisches Engagement fort, vor allem im Verband Bildender Künstler. Ab 1957 führte sie fast 20 Jahre die „Genossenschaft Bildender Künstler Dresden“ mit der später auf der Wilsdruffer Straße (Thälmannstraße) etablierten Galerie „Kunst der Zeit“. Sie genoss hohes öffentliches Ansehen, auch das ihrer Künstlerkollegen. Ihr Grab an der Seite ihres Mannes befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof, am Elbhang hat sie jedoch nicht gewohnt …

… und grüßen in Loschwitz den ehemaligen Solo-Kontrabassisten der Dresdner Staatskapelle, Kammervirtuose Professor WERNER ZEIBIG zu seinem 70. Geburtstag am 15. Juni. Neben seiner vielseitigen, auch international geschätzten Tätigkeit im „klassischen Fach“ inspirierte er auch zeitgenössische Komponisten, die für ihn und sein Instrument repertoirerweiternd Solo- und Kammermusikwerke schrieben …

… an den 125. Todestag des Malers, Grafikers und vormaligen Loschwitzer Mitbürgers LUDWIG RICHTER (1803 – 1884) am 19. Juni, dem 2003 ein ganzes Elbhangfest gewidmet war. Bereits in seinem Todesjahr (begraben wurde er nahe seinem städtidchen Wohnsitz auf dem Äußeren Katholischen Friedhof) widmete ihm der Ortsverein Loschwitz am heutigen Leonhardi-Museum einen Gedenkstein. …

… und gratulieren zum 85. Geburtstag des Architekten Professor GERHARD GUDER am 26. Juni auf dem Weißen Hirsch. Seine Handschrift ist nicht nur am Dresdner Altmarkt und im Stadtzentrum Cottbus (dort war er 20 Jahre Stadtarchitekt), sondern auch an zahlreichen anderen Wohnbauten erkennbar. Als „Hausarchitekt“ von Manfred von Ardenne oblag ihm auch die umstrittene Innenrekonstruktion des Lingnerschlosses in den 50er-/60er-Jahren. Die derzeitige denkmalgerechte Restaurierung und Rekonstruktion am Sitz des Dresdner Welterbezentrums verfolgt er mit interessierter Gelassenheit …

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