Feuer, Wasser, Luft und Erde soll besiegen die Beschwerde!

Der Verschönerungsverein Weißer Hirsch gibt ein umfassendes Buch zum Lahmann-Areal heraus: „Dr. Lahmanns Sanatorium“

Ansichtskarte „Gruss von Dr. Lahmanns Sanatorium“, 1898. Sammlung Christoph Schölzel

Ansichtskarte „Gruss von Dr. Lahmanns Sanatorium“, 1898.
Sammlung Christoph Schölzel

Als zweite große Neuerscheinung nach dem erfolgreichen Loschwitz-Buch präsentiert unser Verlag in seinem Jubiläumsjahr am 17. Dezember auf dem Weißen Hirsch eine Neuerscheinung für alle Freunde der Ortsgeschichte des Weißen Hirsch und der Naturheilkunde: „Dr. Lahmanns Sanatorium Bad Weißer Hirsch bei Dresden – Von der Blütezeit zur Legende, vom Verfall zu neuer Nutzung“.

In diesem reich bebilderten Werk (311 überwiegend farbige Abbildungen) wird die gesamte Entwicklung des nach dem berühmten Naturheilarzt Dr. Heinrich Lahmann benannten Areals seit 1839 nachgezeichnet: Von den Anfängen als „Fridabad“ über die Blütezeit des Sanatoriums bis zum Ersten Weltkrieg, dem allmählichen Niedergang bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, der Nutzung des Geländes als Lazarett der Roten Armee. Es erzählt von den langen Jahren des Verfalls danach und schließlich über die Rettung „fünf Minuten vor Zwölf“, als die Baywobau Dresden den Kauf des Geländes wagte. Sie ließ eine neue Nutzung als Wohnanlage Wirklichkeit werden.

Lahmann demonstriert 1893 die Kraft und Geschicklichkeit seines vier Monate alten Sohnes Hans Heinrich, der mit der von ihm entwickelten »vegetabilen Milch« ernährt wurde.  Sammlung Marina Lienert

Lahmann demonstriert 1893 die Kraft und Geschicklichkeit seines vier Monate alten Sohnes Hans Heinrich, der mit der von ihm entwickelten »vegetabilen Milch« ernährt wurde.
Sammlung Marina Lienert

Die Medizinhistorikerin Marina Lienert erzählt über die Entwicklung des Sanatoriums und seine Kurgäste. Der Architekt Dieter Schölzel recherchierte die Geschichte der regen Bautätigkeit auf dem Gelände, die auch durch vier extra für das Buch gezeichnete Karten in den wesentlichen Phasen und natürlich zahlreiche Abbildungen visualisiert wird. Der Restaurator Christoph Schölzel erzählt über die Anfänge des Kurbetriebes auf dem Weißen Hirsch, die Villen des Lahmann-Sanatoriums und ging den vielfältigen Quellen über Literaten im Lahmann-Sanatorium und das Sanatorium in der Literatur nach. Er beschreibt auch das Lazarett der Roten Armee – 1946 bis 1991, u. a. in einem Interview mit einer russischen Zeitzeugin.

Die Ortskundigen Sybille Streitenberger, Peter Rauch und Michael Böttger berichten über die Auswirkungen auf den Ort Weißer Hirsch, Werbung und Druckerzeugnisse im Lahmann-Sanatorium und im Kurort Weißer Hirsch sowie Bürger-Engagement zugunsten des ehemaligen Lahmann-Sanatoriums.

Der Buchumschlag trägt als Titel dieses sehr seltene frühe Foto von leichtbekleideten Frauen, die ohne einschnürendes Korsett und barfuß das Licht-Luftbad genießen. Es erhält durch den Apfel, den die liegende Frau im Vordergrund dem Betrachter entgegenstreckt, eine zweideutige Note – kann er doch sowohl als Symbol für gesunde Ernährung, als auch für die Frucht der Erkenntnis und der Verführung interpretiert werden. Foto-Postkarte, Atelier Adelé, 1888, Sammlung Marina Lienert

Der Buchumschlag trägt als Titel dieses sehr seltene frühe Foto von leichtbekleideten Frauen, die ohne einschnürendes Korsett und barfuß das Licht-Luftbad genießen. Es erhält durch den Apfel, den die liegende Frau im Vordergrund dem Betrachter entgegenstreckt, eine zweideutige Note – kann er doch sowohl als Symbol für gesunde Ernährung, als auch für die Frucht der Erkenntnis und der Verführung interpretiert werden.
Foto-Postkarte, Atelier Adelé, 1888, Sammlung Marina Lienert

Weitere Zeittafeln geben Einblick in die staatlichen und kommunalen Aktivitäten zur Rettung des Sanatoriums sowie den Gesamtüberlick über die Geschichte des Areals. Berndt Dietze, Geschäftsführer der Baywobau Niederlassung Dresden, schrieb für das Buch über das bisher schwierigste Bauvorhaben seines Berufslebens.

Eine ausführliche Bibliografie zu Dr. Lahmann wurde von Marina Lienert mit Hilfe von Soja Nazarov zusammengetragen. Ein Personenregister ist ebenfalls enthalten.

Dr. Lahmanns Sanatorium – Bad Weißer Hirsch bei Dresden

Stückpreis: 18,90 EUR
(inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten)
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Dr. Lahmanns Sanatorium

Von der Blütezeit bis zur Legende – vom Verfall zu neuer Nutzung

  • Herausgegeben vom Ver­schönerungsverein Weißer Hirsch/Oberloschwitz e. V.
  • Autorenkollektiv mit Marina Lienert, Christoph Schölzel, Dieter Schölzel, Sybille Streitenberger, Michael Böttger, Peter Rauch und Berndt Dietze
  • Format 21 x 28 cm
  • Festeinband, 224 Seiten,
  • 312 Abbildungen
  • ISBN 978-3-936240-32-0
  • Gewicht: 1,3 kg

Die wohl opulenteste Sammlung von historischen Abbildungen und Dokumenten sowie Foto­grafien aus jüngerer Zeit lässt die Lektüre des Buches auch zu einem visuellen Vergnügen werden.

Weihnachten in Dr. Lahmanns Sanatorium“, 1924. Sammlung Ortsverein Loschwitz-Wachwitz

Weihnachten in Dr. Lahmanns Sanatorium“, 1924.
Sammlung Ortsverein Loschwitz-Wachwitz

Buchpräsentation am 17. Dezember, 18 Uhr

  • im Saal am Delizia, Bautzner Landstraße 6
  • 17 Uhr Auftakt mit Führung durch den Dr.-Lahmann-Park mit Michael Böttger/igeltour, Treff am Lahmann-Relief Stechgrundstraße.
  • 18 Uhr Buchpräsentation im Saal am Restaurant „Delizia“
  • Als musikalischen Rahmen spielt Peter Setzmann „Vorweihnachtliche Melodien wie bei Lahmanns“. Stellvertretend für das Autorenteam sprechen Marina Lienert über neue Forschungsergebnisse zu Lahmann und Detlef Streitenberger über die Wechselwirkungen zwischen dem Sanatorium und dem Weißen Hirsch.
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Veröffentlicht unter Artikel aus der Print-Ausgabe, Der Elbhang-Kurier