Offener Brief zum BuchHaus Loschwitz – Leserbriefe in voller Länge

Besonders viele konträre Reaktionen bekamen wir auf den offenen Brief zum BuchHaus Loschwitz. Auch überregional wurde er, nachdem sich der Bestseller-Autor Uwe Tellkamp äußerte, wahrgenommen. Die Sächsische Zeitung und die Frankfurter Allgemeine erwähnten den Elbhang-Kurier, DIE ZEIT schrieb gar vom »regionalen Kulturblättchen«. Allerdings verwahren wir uns gegen Vorwürfe in Leserbriefen, dass wir mit der Veröffentlichung des offenen Briefes Ausgrenzung betreiben. Wir halten es mit einem Voltaire zugeschriebenen Zitat: »Ich missbillige das, was Sie sagen, aber ich werde Ihr Recht bis zum Tod verteidigen, es zu sagen.« Es fiel in einer Veranstaltung mit Frank Richter im Ortsamt Loschwitz.

Leserbrief von Gerhard Ehninger

Auch mir wurde das zweifelhafte Vergnügen zu teil, von Uwe Tellkamp in seinem Offenen Brief erwähnt zu werden. Er schreibt: »Im gleichen Heft äußert sich Prof. Ehninger auf viel Raum aufschlußreich und überraschend inhuman über Gesunde und Kranke in unserer Gesellschaft; der Stil dieser Passagen ähnelt dem gewisser Einweisungsschreiben in sowjetische Psychiatrien.«

Einem Arzt solche Vorwürfe zu machen, ist ehrverletzend. Niemand weiß das besser als jemand, der zugleich Schriftsteller und Arzt ist. Mir hat Herr Tellkamp damit deutlich zu verstehen gegeben, dass er an einem Diskurs nicht interessiert ist. Er will sich mit meinen Argumenten und Positionen (hier nachzulesen: https://www.cellex-stiftung.org/de/beitraege/ursachen-des-gesellschaftlichen-unfriedens) nicht auseinander­setzen. Er zielt auf meine persönliche und ärztliche Integrität. Und so läuft er ins selbst gewählte Abseits. Schade.

Gerhard Ehninger


Leserbrief von Edgar Pokoj

Mein Gott, es stellt sich die Frage, ob die Herren Kaiser und Lühr die Realität verweigern oder ob sie tatsächlich zu viel Hetzkampag­nen der Leitmedien eingeatmet haben? Unverständlich bei diesen hochstudierten Persönlichkeiten.

Diese unkontrollierte Einwanderungspolitik hat doch eine gewaltige Blutspur in Deutschland hinterlassen. Das ist nicht zu leugnen und es wird sich auch fortsetzen, wenn hier nicht eine rigorose Wende eintritt.
Ich behaupte, dass diese Herren noch nie eine Pegida-Veranstaltung besucht haben, geschweige dessen Dresdner Thesen 2018 gelesen haben. Auch sollten sie sich mal Bundestagsdebatten anschauen und das Parteiprogramm der AfD lesen.

Es ist schauderhaft, wie leichtfertig Herr Kaiser und Herr Lühr mit den Worten «extremen Rechten” umgehen. Wenn die Argumente fehlen, greift man gerne schnell zur »Nazi-Keule«. Unfassbar!! Ich denke, die Buchhändlerin Frau Susanne Dagen, die ich sehr schätze, wird sich einer fairen Diskussion gerne und mit Stolz stellen.

Hier noch ein Literatur-Tipp: »Feindliche Übernahme« von Thilo Sarrazin. Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für Schüler und Studenten werden.

Edgar Pokoj


Leserbrief von Swantje Richter und Uta Neidhardt

Endlich, so haben wir beide unabhängig voneinander gedacht, endlich hat sich auch der Elbhangkurier als das Heimatblatt der gesinnungsambivalenten Elbhangbewohner eingereiht in die diskussionsfreudig gesprächsbereiten Foren der Stadt. Denn wir teilen das große Unbehagen über den demonstrativen Schulterschluss des Buchhauses Loschwitz, einem mehrfach mit Preisen geehrten, beliebten Anlaufpunkt für Literaten und anspruchsvolle Leser, mit dem Antaios-Verlages, dessen Leiter, Götz Kubitschek, »strikt« dafür ist, »dass der Riss noch tiefer wird« (8.3.18, Kulturpalast) in unserer Gesellschaft, weil er sich langweilt unter der demokratischen »Käseglocke«. Und wir nehmen mit einiger Irritation und Fassungslosigkeit zur Kenntnis, dass das politische Engagement von Susanne Dagen in AfD-Kreisen ein beachtliches Maß angenommen hat. Wir freuen uns auf einen freien Meinungsaustausch auf der Basis von Respekt und Achtung und danken Hans-Peter Lühr und Paul Kaiser, dass sie in diesem Sinne den ersten Schritt in Richtung Verständigung gegangen sind. Und wir danken dem Elbhangkurier, dass er der damit ausgelösten Diskussion eine Plattform gibt.

Swantje Richter und Uta Neidhardt


Leserbrief von Hanna Bochmann

Sehr geehrte Damen und Herren! Der Elbhangkurier vom November 2018 ist vom Feinsten mit klaren Positionen allen voran Prof.Gerhard Ehninger. Ebenso ist die Fortführung der Porträtserie von „Einheimischen und Vielheimischen am Elbhang“ ein klares Statement, wie auch der offene Brief an Frau Dagen. Endlich, endlich werden klare Haltungen öffentlich gemacht am Ort.So brauche ich mich als Elbhangbewohnerin weder fremd zuschämen noch ans Kofferpacken denken in dieser verquasten Atmosphäre voller Ressentiments oder glauben, diese Stimmung sei schon allgemein. Der Elbhangkurier ist keineswegs rückwärtsgewandt und ausschließlich der Historie verpflichtet. Das auch, doch die gegenwärtigen Positionen haben eine solche Brisanz entwickelt, dass sie nicht zu übersehen sind. Vielen Dank, dass Sie sich dem widmen und zur Orientierung beitragen!

Hanna Bochmann


Leserbrief von Matthias Matussek

Verehrte Herrschaften vom Elbhang,
wohl selten habe ich eine verlogenere und selbstgerechtere Beschimpfung gelesen als die, die Sie der Buchhändlerin Susanne Dagen ÖFFENTLICH um die Ohren gehauen haben. Warum haben Sie nicht gleich ihre Ladenscheiben eingeschmissen und sie an denHaaren herausgezerrt? Selbstverständlich um sie zu schützen.

Sie beginnen ihre Hochnäserei mit der Behauptung, Sie hätten die couragierte Susanne Dagen schon oft verteidigt. Ja, stand sie denn vor Gericht, vor einem anderen als jenem Standgericht, vor dass Sie sie nun gestellt haben?
Sie bemängeln in diesem widerwärtigen Tonfall eines Staats­bürgerkundelehrers, den die pädagogischen Lakaien der Greise nutzten, um die revolutionäre Moral zu stärken und die zischelten: wir können auch anders. Wie mit Rufmord, Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz, eben diesem ganzen erprobten Arsenal an »Maßnahmen«, wenn eine nicht spurte.

Das Beweismaterial gegen die Angeklagte haben Sie wie heutzutage üblich aus dem Internet zusammengeschustert. Sie ziehen los gegen den Antaios-Verlag, deren Bücher Frau Dagen – wie viele andere – vertreibt. Nun handelt es sich dabei offenkundig um rechte Literatur. Ja, darf es denn nur linke geben? Dann müssten wir Leser wohl auf Thomas Mann oder Cioran, auf Celine oder Benn verzichten – das wäre doch schade für all die Leser, die nicht solche bildungsfernen Klabautermänner sind wie sie.

Sie wollen also wieder mal säubern – was ist eigentlich aus der guten deutschen Praxis der Bücherbrennung geworden?

Sie versuchen, aus Frau Kositza und Herrn Kubitschek Staatsfeinde zu machen und greifen zum beliebten Mittel der Denunziation. Bitte legen Sie Schriftstücke und Beweise dafür vor, das dieses exzeptionelle und oft angegriffene und von jeder zweiten Zeitung bis hin zur New York Times porträtierte Paar einen Staatsumsturz plant, eine »rechte Revolution«, wie Sie es behaupten – oder halten Sie den Mund und sehen davon ab, ihr Viertel, ihre Nachbarschaft zu vergiften unter dem Vorwand, dass Sie es doch gut meinen und Menschenliebe predigen.

Ohne jede Hochachtung

Matthias Matussek


Leserbrief zu »Ursachen des gesellschaftlichen Unfriedens – Gibt es Hoffnung auf Besserung« – von Dr. Liebold

Prof. Ehninger schreibt, dass in Dresden der Name Pegida für Unfrieden steht. Wie so oft in der Politik und in den Medien wird auch hier Ursache und Wirkung mit einander verwechselt. Pegida ist eine Reaktion auf die Berliner Politik und auf den linken Mainstream und nicht die Ursache für die Entwicklungen und die Spaltung der Gesellschaft seit 2015. Die Frage ist doch, was hat sich seit 2015 verbessert durch die unkontrollierte Zuwanderung aus arabischen und moslemischen Gebieten. Uns wurden eine Bereicherung versprochen. Die Realität ist aber eine ganz andere. Wer das versucht, deutlich zu machen, wird als Rechtspopulist, als Rassist oder gleich als Nazi dargestellt und damit diffamiert und ausgegrenzt. Damit wird jede vernünftige und vom Verstand geleitete Diskussion zu Nichte gemacht und die eigene Position im demokratischen Heiligenschein dargestellt. Ich möchte in diesem Zusammenhang beispielsweise auf ein Antwortschreiben des Zentralrates der Juden in Deutschland an mich hinweisen. In diesem Antwortschreiben zur Zuwanderung steht geschrieben, dass besonders Iraker und Syrer »antisemitisch sozialisiert« sind. Aber die Berliner Politik macht eine Zunahme des Antisemitismus unter Deutschen aus. So einfach kann man die Dinge auf den Kopf stellen, genauso wie die Behauptung, der Unfriede gehe von Pegida aus.

Dr. Liebold/Dresden


Offener Brief eines unpolitischen Elbhangbewohners – von Thomas Böhme

In der Novemberausgabe des Elbhangkuriers findet etwas dort bisher nicht Dagewesenes und zugleich höchst Bedenkliches statt: Zwei Dresdner Kulturbürokraten greifen in reichlich zweieinhalb Spalten die Buchhändlerin Susanne Dagen in übler, unsachlicher und polemischer Art und Weise an.

Dieser Artikel ist kein Geprächsangebot. Hier wird eine (unterstellte) politische Haltung an den Pranger gestellt und Rechenschaft gefordert. Woher, die Herren Lühr und Kaiser, nehmen Sie sich das Recht dazu? Auch wenn Gesinnungsschnüffelei eine sehr deutsche Spezialität zu sein scheint, daß Derartiges mittlerweile wieder zum seichten Mainstream zu gehören scheint, das will ich nicht hinnehmen. Vom Grunde her nicht, weil die Freiheit der Meinung und der Rede ein hohes Verfassungsgut ist, und im Speziellen noch viel weniger, weil die Anwürfe keine tatsächliche Basis haben. Einer Spanne breit Bücher aus dem Antaios-Verlag steht ein ganzer Buchladen gegenüber, dessen Bestand die beste Visitenkarte für weltoffenes Denken ist. Susanne Dagen und der Antaios-Verlag gehörten nun zusammen? Frau Dagen macht eine Lesereihe mit der Frau des Herr Kubitschek und habe sich deshalb (rechts) radikalisiert? Sie wäre ausländerfeindlich?. Welch infame Behauptungen! Ob Susanne Dagens Geisteshaltung nun rechts ist, was ja vom Grunde her einfach für konservativ steht, oder liberal – es ist ihre Sache. Zudem sei daran erinnert, daß unsere Demokratie vom Wechselspiel rechter (konservativer), linker (fortschrittlicher), ökolo- gischer und liberaler Gedanken lebt. Ein erdrückendes Übergewicht gleichwelcher Geisteshaltung kann sich kein Realist wünschen.

Ich lese in der »Erklärung der Vielen«: »Gerade in diesen Zeiten können Kunst und Kultur Brücken schlagen, ebenso dort, wo es politisch nicht mehr möglich ist. Dresdens Kulturinstitutionen sind gemeinsame Orte der Reflexion, des Aushaltens und Erprobens von Differenz und der Infragestellung und Vergewisserung von Identität.« So denn das nicht nur für ausgewählte Geisteshaltungen gelten soll, ist das Buchhaus Loschwitz mit Susanne Dagen eine Institution in diesem Sinne, und zwar par excellence.

Wo aber stehen die Herren Kaiser und Lühr? In selbstgefälliger Manier machen sie sich zum Anwalt »vieler Menschen«. Aha. Mich vertreten Sie definitiv nicht. Ihr ignorant-diffamierender Artikel schadet dem Miteinander. Sie schaffen Feindbilder, wo Sie nicht den Geist zum Disput haben. Letzten Endes ist es der Geist dieser, auch Ihrer, Ignoranz, die den dumpfen rechten Populismus der Straße in antagonistischer Weise fördert. »Volk« gegen »Eliten«? Das wird uns allen sehr teuer zu stehen kommen. Ich bin kein Freund der Kundgebungen. Kämen zuweilen scheinheilige Gütebekundungen wie auch der Rechtspopulismus wieder von der Straße, brüllte man sich nicht mehr an…dann wäre ja vielleicht wieder Raum für das Gespräch, für Fakten und Visionen. Gern auch beim Kuchen im »Cafe Gustav«.

Thomas Böhme


Leserbrief von Joachim Brockpähler: Die Fortsetzung der StreitKULTUR ist wichtig!

Uwe Tellkamp gebührt Dank für seine Meinungsäußerung, die er als Replik auf den offenen Brief von Hans-Peter Lühr und Paul Kaiser verfasst hat, den diese beiden wiederum an die Loschwitzer Buchhändlerin Susanne Dagen adressiert haben. Der offene Brief und die freundliche öffentliche Antwort von Susanne Dagen wurden in der November-Ausgabe des Elbhang-Kuriers in der Rubrik Leserbriefe dokumentiert. Die Replik von Uwe Tellkamp erfolgte bei Facebook über diverse Posts von Menschen, denen Tellkamps Meinung wichtig ist. Tellkamp weiß die sozialen Medien trotz ihrer Schwächen zu schätzen. Seine Abneigung gegen die sonstige Medienwelt, die ihn mit der von ihm behaupteten „Wucht des Common sense“ verärgert, sitzt tief. Dementsprechend teilt er wortgewaltig und radikal aus. Der Duktus seiner Attacken gegen die „medialen Diskursbeherrscher“, die „grotesken Kritiker“, gegen die „Edelignoranten in Kirche, Kultur, Medien, die glauben, auf den „Pöbel“ herabblicken zu müssen, nur weil er eine andere Meinung über Leben und Welt hat“ sowie gegen die nur vorgeblich mit einem Gesprächsangebot daherkommenden, aber wahrhaftig ein Tribunal und ein Gesinnungsgericht planenden Veranstalter des Café Gustav verbreitet eine unangenehme Aura, die viel Bitternis und Traurigkeit erkennen lässt. Und dennoch bewegen wir uns glücklicherweise in einem Raum, in welchem wir hoffentlich in StreitKULTUR verbunden bleiben.

Es wäre viel gewonnen, wenn alle Seiten erkennen ließen, dass sie „ausgewiesene Verteidiger der Aufklärungskultur“ sind. Es enttäuscht, dass Tellkamp gerade dies bei der Gegenseite infrage stellt, indem er quasi behauptet, dass Kaiser und Lühr ihre Aufklärungskultur zwar wie eine Monstranz vor sich hertragen, ihr aber nicht entsprechen. Mein Empfinden und mein reales Erleben sieht nicht so aus, dass es jenen von Tellkamp postulierten und beklagten medialen Common sense gibt, der mit Wucht andere Meinungen unterdrückt. Es gibt keinen Common sense, der als homogen argumentierender monolithischer Block zum Ausdruck kommt. Angesichts der Medienvielfalt erleben wir vielmehr tagtäglich doch die Heterogenität des Diskurses. Genau das macht eine gesunde demokratische StreitKULTUR aus. Als Beobachter der Szene müssen wir hier aufpassen, dass wir durch unser eigenes Verhalten nicht unnötigerweise Öl ins Feuer gießen und der Radikalisierung von Lagermentalitäten, die den Graben in der Mitte unserer Gesellschaft kennzeichnen, Vorschub leisten. Also gilt es miteinander im Gespräch zu bleiben, den anderen nicht derart zu diskreditieren, dass persönliche Verunglimpfungen den weiteren Dialog blockieren.

Tellkamp räumt ein: „Vielleicht bin ich zu empfindlich und sehe Gespenster…“ Dies soll nun hier nicht behauptet werden, aber könnte ja sein. Umgekehrt sollen diejenigen, die den Dialog unter anderem im Café Gustav in der alten Niederpoyritzer Schule fortgesetzt sehen wollen, ihr ehrliches Bemühen aufrechterhalten, dass es dort keine tribunalartige Auseinandersetzung mit Susanne Dagens Dialogstil in ihrem Buchladen geben soll.

Uwe Tellkamp baut Gott sei dank eine wichtige Brücke mit seinem Satz: „Rassismus darf keinen Platz haben, wer an Leib und Leben bedroht wird, dem muss nach Kräften geholfen werden, im Sinne des Gesetzes und des Mitleids, gerade Deutschland hat hier eine Verantwortung, ja, Pflicht.“ Die Grenzen unserer Möglichkeiten, mit denen wir nicht die ganze Welt werden retten können, sind mittlerweile offenbar geworden. So bleibt zu hoffen, dass wir uns als Menschen wieder finden, um unserem schönen Dresden in Deutschland, in Europa und in der Welt wieder jenen Glanz zu verleihen, den es hatte. Aber unsere Stärke zur niveauvollen demokratischen StreitKULTUR soll auch dazugehören.
Die von Prof. Ehninger dankenswerterweise nachgewiesene und immer wieder bewusst zu machende realistische Anthropologie, nach der den Menschen potentiell sowohl das Gute als auch das Böse innewohnt, sollte unwidersprochen bleiben. Mir fehlt hier das Verständnis für Tellkamps Wahrnehmung, der Ehningers Ausführungen als „überraschend inhuman“ bezeichnet. Ehningers Diktion lautet, dass sich der friedliche Kampf um den Frieden lohnt und dass dazu auch die Integration von Flüchtlingen in unser Gemeinwesen gehören muss, die bei uns Zuflucht gefunden haben. Mit Tellkamps zitierter Ablehnung von jedwedem Rassismus soll unter Berücksichtigung unserer begrenzten Aufnahmekapazitäten eine Ausgangslage beschrieben worden sein, die Anlass zur Hoffnung gibt, dass der soziale Frieden mühsam wieder hergestellt werden kann, wenn die Politik dies mit unserer Unterstützung zu leisten vermag.

Joachim Brockpähler


Leserbrief von Jo. Flade: PRO & CONTRA

Der Elbhang-Kurier veröffentlichte in seiner Novemberausgabe den Offenen Brief von HP Lühr/P. Kaiser zum für unsere Demokratie hochproblematischen Thema: BuchHaus Loschwitz. Damit wird ja nicht nur die einstige, von S. Dagen initiierte »Charta 2017«, sondern auch zwischen den Zeilen die »Erklärung 2018« tangiert.

Dass Götz Kubitschek (Identitäre Bewegung) im Kulturpalast währen der Debatte Tellkamp versus Grünbein offen zur Gewalt aufrief, war auch für den Elbhang wichtig und dringend, dass beide Verfasser des Offenen Briefes nicht unbegründet anfragten, wie man es denn im BuchHaus Loschwitz, einer sogenannten Kulturinsel (in den Regalen wird u. a. WELT-Literatur angeboten ), mit dieser Demokratie hält.
Für die Veröffentlichung dieses Briefes sage ich ausdrücklich DANK, sowohl beiden Textern als eben auch dem ELBHANG KURIER (also: PRO).

Kontra sage ich zur überdurchschnittlichen Anpreisung des »Christmas Garden«, einem nach Herrn Striefler und der Schlossleiterin S. Gräfe »Intentionen« außerordentlichem Event mit vergleichbarem (?) Charakter zu London und Berlin. Die Unsäglichkeit und Trivialität dieser »Lichtershow« dürfte kaum zu überbieten sein. Nach allem, was aufmerksame und noch klar denkende Mitbürger seit Beginn dieser Kulturbanalität empfinden, ist Entsetzen und Empörung. Dresden bewirbt sich um die Europäische Kulturhauptstadt 2025 und die Schlösserverwaltung tut alles, um dieses Begehren zu desavouieren. Nicht nur für die Reklame im EHK, sondern a priori KONTRA zu dieser billigen und völlig unnötigen »Weihnachtsshow« – lange vor dem Ewigkeitssonntag!

Es heißt eigentlich: Ex oriente lux. Hier ziehen dunkle Wolken am östlichen Ende Dresdens herauf – besten Dank…

Jo.Flade

 

 

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