Bundesverdienstkreuz am niedersächsischen Elbestrand – und eigentlich doch am Elbhang

Angesichts der permanenten Corona-Nachrichten ist ein kulturpolitisches Ereignis, das auch den Elbhang und die Stadt Dresden tangierte, in der Tagespresse nur marginal wahrgenommen worden: Am 14. März wurde – auf Vorschlag des niedersächsischen Ministerpräsidenten – dem in Loschwitz und Schnackenburg (beide an der Elbe) wohnenden künstlerischen Leiter und Gründer des „Kammermusikfestivals Schubertiade Schnackenburg“, Professor Arkadi Zenzipér (und der Vorsitzenden des Fördervereins „Schubertiade“ / Heide Werner) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Damit ist der – aus St. Petersburg stammende – Pianist und in Dresden lehrende Professor der erste Vertreter der hiesigen Musikhochschule, dem diese Auszeichnung zuteil wurde (im Jahre 2008 wurden „für ehrenamtliches Engagement“ die Elbhangbewohner Dorothea von Bargen und Otto-Rüdiger Wenzel mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet).

In der Kleinstadt Schnackenburg ohne besondere Musiktradition (aber von den letzten Elbhochwassern ebenfalls betroffen) hat die vor 27 Jahren gegründete „Schubertiade“ (aus Dresden waren bisher u. a. Eckehard Haupt, Heike Jannicke, Friedrich W. Junge, Annette Unger und Werner Zeibig hier zu Gast) zur außerordentlichen Bereicherung des dortigen Kulturlebens beigetragen.

Nach einem Schnackenburger Konzert bedankte sich Prof. Zenzipér gemeinsam mit seiner Frau Tatjana beim Publikum.
Foto: Frank Gottsand-Groß/PR

Unter dem Motto „Nicht Vermarktung der Musik und kommerzieller Erfolg, sondern Freude und Begeisterung am gemeinsamen Musizieren“ wird dort auf hohem Niveau grundsätzlich ohne Eintrittsgeld, lediglich auf Spendenbasis und honorarfrei Musik dargeboten (die Loschwitz/Schnackenburger Pianistin und Klavierpädagogin Tatjana Zenzipér gehört regelmäßig zu den mitwirkenden Künstlern; sie und ihr Ehemann Arkadi Z. wurden im Elbhang-Künstlerbuch/Künstlerbuch II porträtiert, müssten aber im „Loschwitzbuch“ eigentlich noch nachgetragen werden).

Der Fortbestand dieses niedersächsischen Festivals ist wie allerorten den gegenwärtigen Zeitläuften unterworfen (in Schnackenburg wird an Anfang September 2020 gedacht), aber vielleicht auch ein Denkanstoß für die gegenwärtigen Überlegungen zur Zukunft des Elbhangfestes. Sowohl die Niedersachsen- als auch die Elbhang-„Provinz“ könnten sicher noch kreative Reserven in ihren beiden elbnahen Revieren entdecken.

Übrigens: Die Geschäftsführung und Öffentlichkeitsarbeit der „Schubertiade“ liegt in den Händen einer Absolventin des Blasewitzer Kreuzgymnasiums.

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